Come closer: Aktuelle Ausschreibung zum Projekt „Nah dran!“ ist veröffentlicht

von Henning Fangauf

Herbstzeit – Spielplanzeit. Welches neue Stück fehlt noch auf meinem Spielplan, welche* Autor*in können wir zur Zusammenarbeit gewinnen, auf welche Uraufführung darf sich unser Publikum freuen? Oder aus anderer, der Autor*innen-Perspektive gefragt: welches Theater interessiert sich für jenen Stoff, den ich schon lange mal beackern wollte, mit welchen Künstler*innen in Dramaturgie, Theaterpädagogik, Regie möchte ich endlich mal zusammenarbeiten, wo wird die Uraufführung meines nächsten Stückes stattfinden?

Das sind genau die richtigen Fragen für all jene, die sich um eine Projektförderung Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater bewerben möchten. Die aktuelle, mittlerweile 11. Ausschreibung liegt nun vor. Bis zum 1. April 2019 können sich Autor*innen und Theater gemeinsam bewerben. In der Zusammenarbeit, die konzeptionell die Autor*innen in die Spielplan- und ersten Regieüberlegungen der Theaterkünstler*innen mit einbezieht, entsteht das neue Stück für ein Publikum bis zu 10 Jahren. Die Uraufführung findet spätestens im Juli 2021 statt. Bis zu vier Auftragshonorare von je 6500 Euro und bis zu vier Projektzuschüsse von je 1000 Euro können vergeben werden. Voraussetzung: man macht mit und ist näher dran!
Weitere Infos unter: nahdran@kjtz.de


Henning Fangauf ist Projektmitarbeiter für Nah dran!
Er arbeitet freiberuflich als Lektor und Dramaturg und war von 1996 bis 2018 stellvertretender Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland in Frankfurt am Main.

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„Schiefer gehen“ von Carsten Brandau: Uraufführung am 27.9.2018 im Theaterhaus G7 in Mannheim

Von Henning Fangauf

In Mannheim soll ich schiefer gehen? Geht das überhaupt? In dieser Stadt der rechten Winkel, des Planquadrats, deren Straßen von A1 bis U6 durchbenannt sind? Ich habe an dem Experiment teilgenommen, habe mich gemeinsam mit anderen im Schiefergehen geübt und bin dem Urknall des Theaters ein Stück näher gekommen: mehr Licht, mehr Liebe!

Im Theaterhaus G7 ist der Versuch unternommen worden, Theater und Publikum schiefer gehen zu lassen. Carsten Brandau hatte dazu das passende Stück geliefert, Inka Neubert und ihr Team haben die Uraufführung gewagt. Der Autor geht von einer kühnen These aus: … diese Welt geht nicht gerade. Und deshalb darf Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht nur selbst SCHIEF gehen – es muss vielmehr SCHIEFER als schief gehen!

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Hups! Der Vorhang klemmt, der Arm ist ab: „Schiefer gehen“ in Mannheim. Foto: Arthur Bauer

Hier und Jetzt, Drauf und Dran, Hülle und Fülle und viele weitere Figurenpaare spielen mit uns in allen Varianten das Schief-Sein und das Schief-Gehen durch. Dabei wird auch mal ein Arm abgerissen, der Vorhang klemmt, das Ertrinken naht… Alles schief auf dieser Bühne und in diesem wunderbaren Stück, das nun seine gelungene Uraufführung erlebte.

Im Kreis der Premierenbesucher*innen wurde anschließend lustig debattiert über schief und gerade, über alt und jung, über Theatertheater. Und je schiefer der Abend, umso seriöser das Projekt: gefördert vom Deutschen Literaturfonds und vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum im Rahmen des Projektes „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“. Da konnte ja nix schief gehen.

Weitere Aufführungen am 5., 6., 7., 12., 13. und 14. Oktober 2018.

 

 

‚Nah dran!‘ – Ausschreibung 2015

„… denn was für Kinder gut ist, das kann auch für Erwachsene nicht schlecht sein“, meint der „König der Kinder: Macius!“ im Theaterstück von Katrin Lange, das am 30.4.2015 im Theater der Jungen Welt Leipzig uraufgeführt wird.

Das Theaterstück der Berliner Dramatikerin ist eines von vier Stücken, das aktuell vom Programm „Nah dran! – Neue Stücke für das Kindertheater“ gefördert wird. Weiterlesen

Mein Kultur-Tipp für Euch: Nach Bruchsal!

Die Uraufführung eines sehenswerten Kinderstücks

„Drum schont mir an diesem Tage Prospekt nicht und nicht Maschinen“ forderte der Theaterdirektor im Vorspiel zu Goethes Faust und wünschte sich, dass auf dem Theater, dem „engen Bretterhaus“, der „ganze Kreis der Schöpfung“ durchwandert wird. Diese Wünsche müssen auch dem Team der Badischen Landesbühne Bruchsal durch den Kopf gegangen sein, als es an seine erste Kindertheaterpremiere in der nun beginnenden Spielzeit 2014/15 gedacht hat.

Sophie Reyers „Anna und der Wulian“ stand zur Uraufführung auf dem Programm. Das Stück hatte die Wiener Autorin im Auftrag des Theaters geschrieben. Schon dieser Entwicklungsprozess, in dem sich die Autorin mit den Theaterkünstlern und auch dem zukünftigen Publikum ständig rückgeschlossen hatte, war für das Team der vielbeschäftigten Landesbühne ein Kraftakt. Aber „think big“ lautete die Devise in Bruchsal. Weiterlesen

‚Nah dran‘ fördert vier Autoren

Abschied, Freiheit, Macht und Religion – so unterschiedlich sind die Themen der neuen Kinderstücke, die durch die Unterstützung des ‚Nah dran!‘- Projektes entstehen können. Zum 6. Mal vergeben das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Literaturfonds Auftragshonorare an Autorinnen und Autoren zur Entwicklung eines neuen Stücks für das Kindertheater. Aufgrund der Qualität und Vielfalt der eingereichten Projekte, entschied sich die Jury erstmals vier statt drei Entwürfe für eine Förderung auszuwählen.

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KinderStücke-Preis 2014

Für den Mühlheimer KinderStücke-Preis 2014 wurden die Nominierungen bekannt gegeben. Zwei der fünf ausgewählten Stücke wurden mit dem KJTZ-Projekt ‚Nah dran‘ gefördert:

Michael Müller „Draußen bleiben“, Theater Lüneburg, ‚Nah dran!‘ 2012
Thilo Reffert „Mein Jahr in Trallalabad“, LT Tübingen, ‚Nah dran!‘ 2013

Wir freuen uns für die Autoren.

Die weiteren Nominierten und wichtige Informationen rund um das Mühlheimer Festival im Mai und Juni finden Sie auf Theater heute.