Vorschläge der Theater und Verlage willkommen

Alle zwei Jahre können Autorinnen und Autoren des Kinder- und Jugendtheaters mit aktuellen Stücktexten beim Kinder- und Jugendtheaterzentrum für die Auszeichnung mit dem Deutschen Kindertheaterpreis und dem Deutschen Jugendtheaterpreis vorgeschlagen werden. Seit 15. September 2017 ist es wieder soweit. Alle deutschsprachigen Theaterverlage und professionellen deutschsprachigen Theater sind eingeladen, bis zum 10. November 2017 ihre Vorschläge online auf http://www.kjtz.info einzureichen. Weiterlesen

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ASSITEJ Weltkongress in Kapstadt eröffnet

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Die Eröffnung des 19. Weltkongresses der ASSITEJ, der erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, was bunt und bewegend. Das Kinder- und Jugendtheater hier und weltweit ist weiblich: Die Gäste aus aller Welt wurden von Yvette Hardie (Präsidentin der ASSITEJ International und der ASSITEJ Süfafrika), Marisa Gimenez Cacho (Generalsekretärin aus Mexico) und verschiedenen politischen Repräsentantinnen begrüßt. Die eingeladenen Produktionen aus Südafrika zeigten Ausschnitte ihrer Arbeiten und die Moderatorin wechselte nicht nur Kleider und Schuhe, sondern nutzte auch ein Smartphone statt Moderationskarten. Empowerment spielt hier eine große Rolle, die Vielfalt Afrikas ebenso. Erst vor zehn Jahren wurde die ASSITEJ in Südafrika gegründet und hat – passend zu ihrem Slogan „Changing the world one child at a time“ schon jetzt sehr viel erreicht.

Twitter, Instagram und Facebook werden aktiv genutzt: #cradleofcreativity

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„Konferenz: Beteiligung“, eine Veranstaltung des Theaters an der Parkaue vom 8.bis 9. April 2017 in Berlin

Mit Vorträgen und in gemeinsamen Werkstätten haben die etwa siebzig Expert*innen aus dem Kinder- und Jugendtheater den Begriff „Beteiligung“ theoretisch wie praktisch durchdacht und reflektiert.

Konferenz: Beteiligung @ KJTZ 2017Beteiligung ist eines der Schlagworte, die mit Partizipation, Teilhabe etc. einen öffentlichen Diskurs organisieren, der von den jeweils empfundenen bzw. nachgewiesenen Defiziten ausgeht. Durch eine genaue Kontextualisierung der Begriffe können an den Diskurs geknüpfte Interessen erkannt, einerseits überzogene Erwartungen abgewehrt und andererseits radikale Potentiale genutzt werden. Über ihre Teilnahme hinaus sollen diese Vielen nicht nur mitmachen, sondern die Bedingungen ihres Handelns auch durchschauen. Wird Theater als soziales Handeln verstanden, geht es auch in der Kunst um Transparenz. Kunst als Teil der Demokratie unterstützt nicht die Konsenskultur, sondern befähigt dazu, Dissens verstehbar zu machen. Hierzu gehört es, künstlerische wie soziale Prozesse als komplex, vielschichtig und vielfach widerstreitend wahrzunehmen.

Konferenz: Beteiligung © KJTZ 2017Diesen Denkraum haben sich die Teilnehmenden in den Werkstätten auch praktisch erschlossen. Assoziativ und explorativ sind existierende Arbeitsstrukturen verhandelt und Perspektiven eröffnet worden. Erkenntnisse sind dabei aus einem dezidiert künstlerischem Blickwinkel, aus der Soziologie von Organisationen oder aus einem gemeinsamen „Kochlabor“ gewonnen worden. Aufschlussreich war beispielsweise, dass die bloße Konstatierung von gesellschaftlichen Gegensätzen ins Leere läuft – aber mit spielerischen Mitteln für die Teilnehmenden produktiv gestaltet werden kann. Neben vielen solcher kleinen Erfahrungen sind auch eine Reihe größerer Ideen für gelungene Beteiligungen in der Zukunft zusammengetragen worden. Es ist zu wünschen, dass diese Vorschläge für die Öffnung der Theater – nach innen durch eine Änderung der Arbeitsstrukturen und nach außen durch neue Angebote wie auch durch eine größere Einbeziehung des Publikums – an vielen Orten in den Theateralltag weitergetragen und schließlich in die Praxis überführt werden.

Mit dieser Konferenz hat das Theater in der Parkaue als Veranstalter ein einleuchtendes Format vorgestellt, um nicht nur das eigene Programm weiterzuentwickeln, sondern auch einen Beitrag zur Weiterbildung der Kinder- und Jugendtheater zu leisten.

Jürgen Kirschner

Weiterlesen: http://www.parkaue.de/spielplan/eroeffnung-konferenz-beteiligung/

Marta Gusniowska (Polish Contemporary Playwrights)

Marta Gusniowska © privatA Glance Around the Polish TYA 5

In Poland contemporary plays for children are well-known and often staged nowadays. As Polish TYA is closely related to puppet theatre many of the pieces are dedicated to perform with puppets. The most favored playwright is Marta Gusniowska, who writes original pieces as well as fairy tales’ adaptations. She deconstructs the schemes and characters of the fairy tales and her pieces are full of both linguistic humour and situational comedy. Language’s deconstruction is another feature of her playwriting. Although there are many linguistic games in Marta’s plays, some of them were translated into English, German and a couple of Slavic languages. The plays of Marta Gusniowska, which are also open for productions with actors, can be obtained by the agency Stowarzyszenie Autorów ZaiKS http://www.zaiks.org.pl/ . For more read on: http://www.jugendtheater.net/en/poland/gusniowska .

This series by Agata Drwiega on http://www.jugendtheater.net is dedicated to Polish contemporary theatre for children where various influences come across. It is easy to find there both traditional puppet performances and shows based on modern plays. In the posts we present some drafts of the interesting and worth-to-be-mentioned performances, tendencies, publications and events, which took place in Poland recently.

With Fire in the Head. A meeting about German dramaturgy for young adults

Z ogniem w głowie 2016 Titelseite des Programmheftes A Glance around Polish TYA 4

From the 18th to 22nd of October 2016 the second meeting about German dramaturgy for young adults  ‚Z ogniem w głowie‘ took place in the Dramatyczny Theatre in Wałbrzych. Both the presentations of the German plays and the speeches of the Polish and German guests were new and innovative. What I found most inspiring is the idea of plays written for youth which catch also the interest of adults. In Poland there are many plays written for adults which are appropriate for youngsters too. But the first option leads TYA to more democratic events for instance for a mixed-aged-audience – in contrast to shows whose main topic is addressed to children but also contains numerous subtexts for adults only. For more read on: http://www.jugendtheater.net/en/poland/firehead

This series by Agata Drwięga on http://www.jugendtheater.net is dedicated to Polish contemporary theatre for children where various influences come across. It is easy to find there both traditional puppet performances and shows based on modern plays. In the posts we present some drafts of the interesting and worth-to-be-mentioned performances, tendencies, publications and events, which took place in Poland recently.

Thomas Lang wird Ehrenmitglied der ASSITEJ e.V.

wolfgang-schneider-thomas-lang-15-10-2016Am 15. Oktober 2016 fand im Theater der Jungen Welt Leipzig die jährliche Mitgliederversammlung der ASSITEJ e.V. statt. In diesem Rahmen entschieden die Mitglieder auch über eine Ehrenmitgliedschaft: Thomas Lang, Vorsitzender des Kuratoriums des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Hier ist seine Rede nachzulesen:  Weiterlesen

Pulk Fiktion erhält den George Tabori Förderpreis 2016

George Tabori Preis 2016

Verleihung des George Tabori Preises 2016 im Heimathafen Neukölln: Laudatoren und Preisträger*innen auf der Bühne. Foto: Wolfgang Schneider

Heute Abend werden im Heimathafen Neukölln die George Tabori Preise 2016 verliehen. Das Theaterkollektiv Pulk Fiktion hat allen Grund zum Feiern, denn es wird mit dem Förderpreis geehrt, der mit 10.000 € dotiert ist. Laudator Wolfgang Schneider gratuliert auch im Namen der ASSITEJ und sagt: „[…] Bei all den Fragen über Form und Inhalt haben sie vor allem das Publikum im Blick. Sie sind ein heterogener Pulk von jungen Künstlern, Performern, Musikern, Medienmachern, sie sind bei aller Untersuchung von Gegenwart der Fiktion verpflichtet und sie sind der Wertschätzung würdig. Der Förderpreis zum George Tabori-Preis 2016 geht an „pulk fiktion“! Weiterlesen