Rassismus in Europa: Schwedische Künstlerinnen forschen in Köln

„Shadowland“ ist der Titel eines Projektes der ASSITEJ Schweden, das sich mit Rassismus in Europa befasst. Das COMEDIA Theater und die Spurensuche 13 – das Arbeitstreffen und Festival freier Kinder- und Jugendtheater in der ASSITEJ –  ermöglichen eine Künstlerresidenz in Köln.

Maren van Severen, Dramaturgin am COMEDIA Theater Köln, begleitet die Residenz. Sie schreibt:

„Die zwei schwedischen Theatermacherinnen Bianca Traum und Julia Kraus Dybeck untersuchen in diesem Rahmen die Bedeutung von Kommunikation. Die verschiedenen Varianten der Verständigung der physischen und nonverbalen Begegnung gilt es zu ergründen und aufzudecken. Weiterlesen

Was ist freies Theater? Zehn Antworten von Diethard Wies : Folge 10

Königsgeschichte / Hessen © Baufirma Meissel & Co.10 Theater und Kunst | Am Rande; Vorneweg; Ausklang: Musik
Das breite professionelle Können der Mitglieder, das in die Gruppe Baufirma Meissel & Co. eingeflossen ist, potenziert sich in der Gruppe nochmals durch die gegenseitigen Einflüsse, die beschrieben worden sind, und den langen gemeinsamen Weg mit immer neuen Ansätzen ihres Theaters. Keine spezielle Theaterausbildung und wenig Weiterbildung in Workshops ebnen diesen Weg.
„Ich persönlich habe am meisten mitgebracht durch die Praxis mit anderen Gruppen, durch verrückte Leute, die vielleicht mit Theater gar nichts zu tun haben, aus den anderen Kunstsparten und vor allem daraus, dass wir immer ’ne Gruppe waren.“

Das vollständige Interview zur Geschichte der freien Theatergruppe Baufirma Meissel & Co. wird vom 13. April bis zum 15. Juni 2016 auf www.jugendtheater.net veröffentlicht – weiterlesen:

www.jugendtheater.net/de/baufirma

Was ist freies Theater? Zehn Antworten von Diethard Wies : Folge 9

baufirma-moritz9 Theater und Kunst | Publikum: Für alle!
Die Baufirma Meissel & Co. spielt mit demselben ernsthaften Anspruch für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. „Die Erfahrung sagt aber, dass es leichter ist für Erwachsene zu spielen als für Kinder. Weil Kinder ganz anders über die Emotion ‚rangehen und sich auf Dinge einlassen. Du kannst da ganz schnell Fehler machen. Du willst ja etwas erreichen, du willst ja Inhalte vermitteln. Und wenn das nicht gut durchdacht ist und nicht gut rübergebracht ist, dann machst du Fehler, dann machst du was falsch.“

Das vollständige Interview zur Geschichte der freien Theatergruppe Baufirma Meissel & Co. wird vom 13. April bis zum 15. Juni 2016 auf www.jugendtheater.net veröffentlicht – weiterlesen:

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Was ist freies Theater? Zehn Antworten von Diethard Wies : Folge 8

Das blaue Huhn / Variante mit Schulkindern, Kerbersdorf © Ute Schmidt8 Theater und Schule | Standards; Bildung; Wirkung
„Wir haben niemals die Absicht gehabt, unsere Zuschauer zu verändern. Das haben wir gewusst, dass das nicht geht. Aber wir haben dazu beigetragen, eine Stimmung, ein Gefühl, eine Einstellung zu bekommen, zu erhalten, mit zu verändern. Und ich glaube, man nennt das auch feeling, früher hat man gesagt Vibrations, wenn du für eine bestimmte Sache Empathie und Gefühl entwickelst, dann kann sich die Sache auch ändern, vorher nicht. Also wir wollten keine Meinung, keine Einstellung verändern. Das Prinzip der Werbung ist unser Prinzip gewesen. Den Gegner verunsichern durch gute, klare Aussagen, durch schöne Bilder, durch eine gute Arbeit. Den Verunsicherten sicherer machen. Den Sicheren bestätigen. Und der schon bestätigt ist, dem Spaß vermitteln und sagen, du hast ’ne schöne Zeit gehabt mit uns, wir denken auch so. Mehr kannst du mit Theater nicht erreichen.“

Das vollständige Interview zur Geschichte der freien Theatergruppe Baufirma Meissel & Co. wird vom 13. April bis zum 15. Juni 2016 auf www.jugendtheater.net veröffentlicht – weiterlesen:

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Pulk Fiktion erhält den George Tabori Förderpreis 2016

George Tabori Preis 2016

Verleihung des George Tabori Preises 2016 im Heimathafen Neukölln: Laudatoren und Preisträger*innen auf der Bühne. Foto: Wolfgang Schneider

Heute Abend werden im Heimathafen Neukölln die George Tabori Preise 2016 verliehen. Das Theaterkollektiv Pulk Fiktion hat allen Grund zum Feiern, denn es wird mit dem Förderpreis geehrt, der mit 10.000 € dotiert ist. Laudator Wolfgang Schneider gratuliert auch im Namen der ASSITEJ und sagt: „[…] Bei all den Fragen über Form und Inhalt haben sie vor allem das Publikum im Blick. Sie sind ein heterogener Pulk von jungen Künstlern, Performern, Musikern, Medienmachern, sie sind bei aller Untersuchung von Gegenwart der Fiktion verpflichtet und sie sind der Wertschätzung würdig. Der Förderpreis zum George Tabori-Preis 2016 geht an „pulk fiktion“! Weiterlesen

Was ist freies Theater? Zehn Antworten von Diethard Wies : Folge 7

Diethard Wies mit der Handpuppe Kokolores © Baufirma Meissel & Co.7 Theater und Gesellschaft | Privat und Regional; Kindertheater; Indikator
„Wir haben diesen Wandel im Kindertheater erlebt. Hier unser Koko[lores]. Das ist ’ne Antithese, ein richtig antiautoritärer kleiner Sack. Und das ist der ganze Spaß, dass er mein Kontra ist, mir immer widerspricht
. Und das haben die Kinder früher genossen. Der Erwachsene kriegt eins ab. Da war’n die wie er. Und die haben sich befreit gefühlt. Der hat in der Schule auch falsch geschrieben. Vau A El Ce Ha. Der war das, der durfte das. Was wir auch gerne möchten. Und das war Mutmachen. Und dann gab es eine Phase, wo ich mit ihm gespielt hab‘, und die Kinder haben gesagt, Halt’s Maul! Was war denn das? Hau’m eine in die Fresse! Wieso soll man die Puppe schlagen? Wo sind wir denn hier hingekommen, auf einmal? Also nicht ich soll eins drauf kriegen, sondern er! Und dann kam die Phase, wo die Kinder überhaupt kein Interesse mehr an ihm hatten. Die wollten ihn wegswitchen und was anderes machen.“

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Was ist freies Theater? Zehn Antworten von Diethard Wies : Folge 6

Königsgeschichte / Schwalbach/Taunus © Baufirma Meissel & Co.6 Theater und Gesellschaft | Abgrenzungen und Anbindungen
Über die Jahre wandeln sich die Interessen der Theatergruppe, der Partner und des Publikums. Anfangs stehen Anti-Gewalt-Aktionen auf dem Programm. Bei einer der ersten Anti-Rassismus-Aktionen wird eine Schauspielerin schwarz geschminkt und blutend auf die Bergerstraße vor den Kaufhof gelegt. Verdeckt aufgezeichnete Reaktionen mit teils rassistischen und inhumanen Äußerungen werden anschließend mit dem Straßenpublikum diskutiert. Später wird ‚verdecktes Theater‘ (Brecht) nicht mehr eingesetzt. Die Erfahrungen aus solchen Aktionen werden aber bei der oft für Friedensinitiativen gespielten Königsgeschichte eingebracht. In dem Märchen agieren lebensgroße Stabpuppen und Großfiguren. Die Handlung bricht plötzlich ab und das Publikum diskutiert und bestimmt durch Abstimmung, wie das Stück zu Ende gespielt wird. Die Baufirma Meissel & Co. stellt sich auf das jeweilige Publikum ein und denkt auch anders für Kinder mit.

Das vollständige Interview zur Geschichte der freien Theatergruppe Baufirma Meissel & Co. wird vom 13. April bis zum 15. Juni 2016 auf www.jugendtheater.net veröffentlicht – weiterlesen:

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