„Genau hinsehen, Vielfältigkeit entdecken“

Dazu forderte Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, bei der Eröffnung des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater im Künstlerhaus Mousonturm auf.

Rein rechnerisch, so Ina Hartwig, werde die Bevölkerung Frankfurts alle 15 Jahre komplett ausgetauscht. Welcher Reichtum in dieser Dynamik und der Vielfalt der Stadtgesellschaft stecke, das gelte es herauszufinden. Und da die Frage nach dem Theater der Zukunft in Frankfurt ohnehin gerade mehr als aktuell sei, komme das Autorenforum mit seinem Thema zur rechten Zeit. (Mehr zur Debatte in Frankfurt unter dem Stichwort „Römerberggespräche auf nachtkritik.de)

Matthias Pees (Intendant des Mousonturms) benannte Kooperation und Kollaboration als Grundlagen seines Programms, das Impulse von Künstler*innen aufgreift, um offen für Zuschauer*innen jeden Alters zu sein.

Gerd Taube, Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, fragte nach dem künstlerischen Umgang mit Diversität und lud dazu ein, das Autorenforum als Ort der Recherche zu nutzen. Rund 100 Fachleute aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland folgen dieser Einladung noch bis zum 4. November.

 

 

 

 

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Lesen ist Partizipation! Wer liest kann mitdiskutieren!

Wolfgang Schneider und Anna Eitzeroth sind die Herausgeber der neuen Publikation „Partizipation als Programm“ im Transcript Verlag. Heute kam das Buch frisch aus der Druckerei.

Praxis und Theorie kommen zu Wort und diskutieren ausgehend von Projekten des Förderprogramms „Wege ins Theater“ der ASSITEJ, das im Kontext von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ umgesetzt wird, wie Partizipation gelingen kann.

Lesen Sie mit.

Diskutieren können Sie mit uns und anderen am 1. und 2. November im Künstlerhaus Mousonturm beim Fachtag „Theater als kollektive Kunst – Partizipation als Prinzip“.

www.wegeinstheater.de

 

Theater als kollektive Kunst – Partizipation als Prinzip

Gemeinsamer Fachtag zum Programm „Kultur macht stark“ von dem Bundesverband freie Darstellende Künste, dem Deutschen Bühnenverein und der ASSITEJ am 01./02.11.2017 im Künstlerhaus Mousonturm

Die Partizipation der Teilnehmenden ist ein zentrales Anliegen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Doch was bedeutet Partizipation für die Akteur*innen in den Bündnissen? Wo liegen Grenzen der Partizipation? Welche politischen Fragen spielen bei der Diskussion um Kulturelle Teilhabe und Benachteiligung eine Rolle? Und für wen macht sich das Theater stark? Drei Theaterverbände als Programmpartner diskutieren mit den Akteur*innen ihrer Bündnisse über die Erfahrungen aus viereinhalb Jahren „Kultur macht stark“. Welche Perspektiven entstehen für die weitere Arbeit in den Darstellenden Künsten innerhalb der zweiten Programmphase und über das Programm hinaus? Der Fachtag von ASSITEJ, Bundesverband Freie Darstellende Künste und Deutschem Bühnenverein beginnt mit einem Austausch der Akteur*innen der Bündnisse und mündet in das Frankfurter Autorenforum für Kinder- und Jugendtheater, um dort mit einem breiten Fachpublikum über die Möglichkeiten, die „Kultur macht stark“ für die Theaterlandschaft bietet, zu diskutieren.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

 

 

Fünf Juror*innen präsentieren zwanzig neue Stücke des Theaters für junges Publikum – Teil 2 von Lina Zehelein

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Heute stellt Lina Zehelein, Leiterin Education und Vermittlung am Staatstheater Darmstadt Theatertexte von Ingeborg von Zadow, Kristofer Blindheim Grønshag, Evan Placey und Bonn Park vor, die auf den Auswahllisten zum Deutschen Kindertheaterpreis 2016 und zum Deutschen Jugendtheaterpreis 2016 vertreten sind. Weiterlesen

KJTZ. Das BLOG macht Ferien und präsentiert 20 ausgewählte Texte des Theaters für junges Publikum auf der Longlist

Logo KJT-PreisAlle zwei Jahre ist es ein ähnliches Procedere: das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lädt Verlage und Theater dazu ein, Vorschläge für die Auszeichnung mit dem Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis zu machen. in diesem Jahrgang waren es an die hundert Theatertexte, die eingesandt und von der Jury gelesen wurden. Nun liegt die Auswahl von jeweils zehn herausragenden Texten vor, aus denen dann im Oktober die Nominierten ermittelt werden. Wer dann noch unter den letzten Drei ist, hat reale Chancen, am 3. November 2016 einen der beiden mit jeweils 10.000 € dotierten Preise zu erhalten. Denn an diesem Tag wird mit dem 28. Frankfurter Autorenforum nicht nur die traditionsreichste Fachveranstaltung des KJTZ eröffnet , sondern am Abend auch die Preise im Kaisersaal des Frankfurter Römers verliehen. Aber auch diejenigen Nominierten, die den Preis nicht erhalten, dürfen sich freuen, denn die  Nominierungen sind mit 3.000 € dotiert.

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Purer Luxus: Ein Labor für neue dramatische Texte des Kindertheaters

Ein rechteckiges Holzpodest in der Mitte der GRIPS-Arena, ummantelt von silbern glänzender Folie. An den vier Ecken des Podestes sitzen vier Gestalten in merkwürdig verdrehten Körperpositionen, die zu schweben scheinen. In der Mitte eine Schauspielerin auf allen Vieren, den Rücken durchgedrückt, als laste schweres Gewicht auf ihr. Wir erleben das GRIPS-Ensemble bei einem der komödiantischen Höhepunkte der Gala zur Special Edition des Berliner Kindertheaterpreises. Weiterlesen

»Schreiben für junges Publikum« – Einsendeschluss für Nachwuchswettbewerb am 10. Juli 2016

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Wie kommen junge Autorinnen und Autoren auf die Idee Theatertexte für junges Publikum zu schreiben? Verspricht nicht das Stück für den Abendspielplan mehr Aufmerksamkeit vom Feuilleton? Ist der Berufseinstieg im Kinder- und Jugendtheater nicht schädlich für die Karriere als Bühnenautor*in?
Solange solche Fragen noch gestellt werden, müssen die Theater für junges Publikum weiter für sich werben: Für die Möglichkeiten der künstlerischen Entfaltung des eigenen Talents im Kinder- und Jugendtheater und die Offenheit seiner Künstler*innen für das szenische und literarische Experiment. Und dafür, dass das szenische Schreiben für junges Publikum zu einer Selbstverständlichkeit werden muss.
Doch Appelle allein haben die Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters nie vorangebracht. Es braucht Anreize! Motivation! Wettbewerb! Weiterlesen