ASSITEJ Preise 2017

Ehrung für engagierte Künstler*innen des Kinder- und Jugendtheaters

Am 27. April 2017 wurden im GRIPS Theater am Hansaplatz die ASSITEJ Preise für besondere Verdienste um das Theater für junges Publikum und die ASSITEJ Veranstalterpreise für engagierte Gastspielorganisator*innen verliehen.In zwei Preiskategorien wurden je drei Personen oder Institutionen geehrt.

Mit dem ASSITEJ Preis für besondere Verdienste um das Kinder- und Jugendtheater werden geehrt:

–          Rudolf Herfurtner (München) für sein Werk als Autor unterschiedlichster Genres in den Dramatischen Künsten für junges Publikum

–          Andrea Gronemeyer (Nationaltheater Mannheim) für ihre Impulse zum zeitgenössischen Musiktheater für Kinder und Jugendliche

–          Theaterwerkstatt Pilkentafel (Flensburg) für ihre langjährige Theaterarbeit sowie für ihr zukunftsweisendes Konzept, das einen etablierten Kulturort für neue Künstlergenerationen öffnet und ihn grenzüberschreitend definiert. Elisabedeth Bohde, Thorsten Schütte, Analea Dörre und Manuel Melzer nahmen den Preis entgegen.

Mit dem ASSITEJ Veranstalterpreis für hervorragende Gastfreundschaft und Gastspielorganisation eines qualitätsvollen Theaterprogramms für junges Publikum werden geehrt:

–          Die Ernsting Stiftung / Alter Hof Herding als Träger des konzert theater coesfeld, vertreten durch Dr. Ulrike Hoppe-Oehl und Bettina Maurer, verantwortlich für das Kindertheaterprogramm

–          Wolfgang Barth von den Bürgerhäusern Dreieich

–          Katja Spieß vom FITZ Zentrum für Figurentheater in Stuttgart

Wolfgang Schneider, Vorsitzender der ASSITEJ e.V., hob hervor, wie wichtig in einer sich wandelnden Theater- und Kulturlandschaft persönliches Engagement ist. Die Preisträger stehen für ihre Ideen und Ideale ein. Sie bringen Förderern und politischen Entscheidern Theaterkunst als kulturelle Bildung näher und schaffen Gestaltungsspielräume in Kultur und Gesellschaft. Er sagte „Die ASSITEJ nutzt die Öffentlichkeit des Festivals „Augenblick mal!“, um die visionäre Kraft der darstellenden Künste sichtbar zu machen. Es geht um die gesellschaftliche Herausforderung, Zugänge zu Kultur für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

Wolfgang Schneider begrüßte gemeinsam mit Philipp Harpain, Leiter des GRIPS Theaters, rund 300 Gäste, die zu Ehren der diesjährigen ASSITEJ Preisträger*innen nach Berlin gekommen waren. In der Jury zum ASSITEJ Preis und zum ASSITEJ Veranstalterpreis sind Brigitte Dethier (Junges Ensemble Stuttgart), Prof. Dr. Wolfgang Schneider und Prof. Dr. Gerd Taube (Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland) vertreten. Vorschläge für die Preise, die seit 1991 alle zwei Jahre beim Festival „Augenblick mal!“ verliehen werden, machen die rund 400 Mitglieder der ASSITEJ .

Gastgeberin des Abends war Vorstandsmitglied Julia Dina Heße, Leiterin des Jungen Theaters Münster. Im Anschluss an die Verleihung lud der Vorstand der ASSITEJ zu einem Em pfang auf der Bühne des GRIPS Theaters ein. Getanzt wurde zur Musik des HAC Quartetts.

Fotos und Laudationes unter http://www.assitej.de

„Augenblick mal!“ Das Kinder- und Jugendtheater auf Entdeckungsreise in Berlin

„Augenblick mal!“, das Festival des Theaters für junges Publikum wurde am 25. April eröffnet. Die Festivalgäste wurden  herzlich begrüßt von Gerd Taube und dem gesamten Festivalteam des Kinder- und Jugendtheaterzentrums, den Kurator*innen, vom Produktionsteam von „Ehrliche Arbeit“, von Kay Wuschek (Theater an der Parkaue), Philipp Harpain (GRIPS Theater) sowie von Caren Marks (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Wolfgang Schneider (Vorsitzender der ASSITEJ). Heute Abend werden im GRIPS Theater am Hansaplatz die ASSITEJ Preise verliehen. Wer nicht in Berlin sein kann, kann dennoch mithören, mitgucken, mitmachen, mitdenken und mitreden:

Zum Mithören Kuratorin Anke Meyer im Gespräch: https://www.kulturradio.de/av/programm/kultur_aktuell/2017/kultur_aktuell_0790.html

Zum Mitlesen: http://www.morgenpost.de/incoming/article210303007/Spielerisch-richtige-Antworten-finden.html

https://www.zitty.de/event/buehne-schauspiel/augenblick-mal-sorry-10041751/

Zum Mitgucken: Kuratorin Azadeh Sharifi im TV: http://mediathek.rbb-online.de/tv/zibb/Augenblick-mal/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822084&documentId=42314406

Zum Mitmachen: Wolfgang Schneider fragte in seinem Grußwort danach, auf welchem Weg das Kinder- und Jugendtheater in einer sich verändernden Theaterlandschaft ist und warb für die Teilnahme an der repräsentativen Befragung der ASSITEJ, die Grundlage für einen Bericht zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland sein wird. Denn es geht darum herauszufinden:

„Wer sind wir? Und wie viele? Wer fördert, wer macht mit, wer guckt zu? Was wird gespielt, in welchen Räumen, mit welchen Mitteln? Eine quantitativ angelegte empirische Studie soll der Selbstvergewisserung dienen. Sie wird durch Ihre Teilnahme qualifiziert, mit Beispielen aus der künstlerischen Praxis und durch die Analyse kulturpolitischer Rahmenbedingungen. Machen Sie mit, auf dem Weg zu den wahren Fakten, machen Sie Anregungen, was geht und was nicht.“

Wer noch keine Einladung zur Teilnahme erhalten hat, sollte sich rasch an kjtstudie@kjtz.de wenden.

Zum Mitdenken und Mitengagieren:

„Immer noch gibt es die Verteilungskämpfe, die Ungerechtigkeiten im System: Das Theater für junges Publikum, das mit dem geringsten Etat, mit den kleinsten Ensembles, die zudem die bescheidensten Buden bespielen müssen. Wenn sie überhaupt eine würdige Spielstätte ihr Eigen nennen dürfen. Jüngstes Beispiel: Das Theater o.N. in Berlin kriegt eine Kündigung. Wenn ihnen überhaupt eine würdige Förderung gewährt wird. Jüngstes Beispiel: Das Theater Pilkentafel in Flensburg. Was da abgeht, das geht ganz und gar nicht!

http://www.theater-on.com

http://flensburgtheater.de/pilkentafel/

Mehr über das Festival ist unter www.augenblickmal.de zu erfahren.

 

Dringende Entscheidungen, gute Vorsätze und ein vorweihnachtlicher Wunsch: Jetzt Vorschläge für „Augenblick mal! 2017“ einreichen!

In wenigen Tagen endet ein ereignisreiches Jahr, das für die Theater für junges Publikum in Deutschland etliche neue Einsichten, viele neue Herausforderungen und auch einige Anlässe zum Feiern bereitgehalten hat. Meine persönlichen Highlights waren das ASSITEJ Artistic Gathering 2015, das wir bei „Augenblick mal! 2015“ zu Gast hatten, und die streitbare Auswahl der Kurator/innen für unser diesjähriges Festivalprogramm, die noch beim Frankfurter Autorenforum im November dieses Jahres diskursiv nachwirkte. Weiterlesen

Der Report zu 50 Jahre ASSITEJ

Während des Festivals „Augenblick mal! 2015“ in Berlin feierte ASSITEJ ihr großes Fest zum 50. Jubiläum. Den englischsprachigen Report mit Festreden, wunderschönen Fotos vom Feiern und Arbeiten, den Ergebnissen des ASSITEJ Artistic Gathering und vielen weiteren spannenden Infos könnt Ihr hier herunterladen: Report_Berlin_2015

Kuratoren für „Augenblick mal! 2017“ stehen fest

Fragen an Prof. Dr. Gerd Taube, Leiter des KJTZ und Künstlerischer Leiter des Festivals „Augenblick mal!“

kjtzblog: Heute hat das KJTZ die Besetzung des Auswahlgremiums für das Festival des Theaters für junges Publikum „Augenblick mal! 2017“ bekannt gegeben. Die fünf Kurator/innen, die diesem Gremium angehören, sollen entscheiden, welche Theaterproduktionen zum Festival nach Berlin eingeladen werden. Über welche Fähigkeiten muss die ideale Kuratorin, der ideale Kurator verfügen?

Prof. Dr. Taube: Es ist gewiss eine Mammutaufgabe, das Festivalprogramm für „Augenblick mal“ zusammenzustellen. Aber auch eine überaus spannende Herausforderung. Die Kurator/innen sollen die gesamte Landschaft der Theaterkunst für Kinder und Jugendliche in Deutschland in den Blick nehmen. Das bedeutet, sie müssen bis zu 200 Vorschläge von Kinder- und Jugendtheater-Inszenierungen und eigene Vorschläge sichten und beurteilen, um auf dieser Grundlage gemeinsam die zehn einzuladenden Produktionen zu bestimmen. Dafür sind unsere Kurator/innen aber auch mit fachlichen Kompetenzen und Kenntnissen aus unterschiedlichen Bereichen der Theaterpraxis gewappnet. Zudem sollten sie neugierig, flexibel, begeisterungsfähig, diskussionsfreudig und kompromissbereit sein.

kjtzblog: Aus welchen Bereichen der Praxis kommen die Kurator/innen eigentlich?

Prof. Dr. Taube: Dieses Mal haben wir einen gestandenen Kinder- und Jugendtheaterdramaturgen mit Festivalerfahrung aus Stuttgart dabei, eine Kultur- und Theaterwissenschaftlerin mit ausgewiesener interkultureller Kompetenz aus Berlin, eine Theaterpädagogin aus dem Tanz- und Performance-Bereich aus Düsseldorf, eine erfahrene Figuren- und Objekttheaterexpertin aus Bochum und einen Tanz- und Theaterkritiker aus Leipzig.

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Augenblick mal! 2017: Jetzt Vorschläge einreichen!

Wer wird „Augenblick mal! 2017“ – die nächste nationale Biennale des Kinder- und Jugendtheaters vom 24. bis 30. April 2017 in Berlin – mitgestalten? Welche Produktionen haben die Chance, als „herausragende und impulsgebende Inszenierungen“ einem nationalen und internationalen Festivalpublikum gezeigt zu werden?

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