Perspektiven für das Theater in der Provinz – Eindrücke aus Memmingen

von Anna Eitzeroth

Das Tagungsprogramm der Tagung „Künstlerische Vielfalt und Kulturelle Teilhabe als Programm? Perspektiven für Theater in der Provinz“, zu der die Universität Hildesheim und das Landestheater Schwaben am 13.-14.04.2018 eingeladen haben, zeigt den Kopf einer Kuh, verwendet also ein etabliertes Symbol für Landidyll und Landkultur, dem sich gerne auch Lebensmittelmarketing und Tourismus auf dem Land bedienen. Dass die Kuh sehr bunt ist, kann auf die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von ländlichen Räumen verweisen, aber auch auf die ungewöhnlich bunte Zusammensetzung der Partner der Tagung: Neben dem Deutschen Bühnenverein und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste ist hier auch die Interessensgemeinschaft der Städte mit Theatergemeinden (inthega), der Bund der Theatergemeinden und der Bund Deutscher Amateurtheater vertreten. Prof. Dr. Wolfgang Schneider erläutert zur Eröffnung den Tagungstitel: Es geht um Künstlerische Vielfalt und Kulturelle Teilhabe als Menschenrechte und um Theater als Provinz als kulturpolitischen Auftrag. Zur Teilnahme eingeladen sind diejenigen, die es in der Hand haben, Perspektiven für Theater in der Provinz zu entwickeln.

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Wer recherchiert was, wie für wen?

Fachtag zur Recherecheorientierung im Kinder- und Jugendtheater

Ohne Recherche ist die Geschichte des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland nicht zu denken, denn die dokumentarischen Recherchen in der Lebenswelt der Kinder und die künstlerischen Recherchen für die adäquaten Formen der szenischen Darstellung prägten die Entstehung des emanzipatorischen Kinder- und Jugendtheaters vor einem halben Jahrhundert. Mit dieser Feststellung begann Ingrid Hentschel von der FH Bielefeld ihre Keynote zur Eröffnung des Fachtags von KJTZ, GRIPS-Theater und UdK am vergangenen Freitag im Podewil in Berlin Mitte.

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Die Teilnehmer*innen bei der Kartographie des Recherchetheaters auf der Bühne des GRIPS Theaters im Podewil  Weiterlesen

Wir sind zurück! Das Theater an der Parkaue feiert den Wiedereinzug in das alte Domizil

Zwei Jahre dauerte der Umbau und die Sanierung des Hauses in Lichtenberg, bevor das Ensemble  jetzt an der Parkaue wieder komplett seinen Spielbetrieb aufnehmen konnte. Diesen Anlass feiern die Mitarbeiter*innen der Bühne mit ihren Zuschauer*innen in einer Eröffnungswoche, die am Freitag, den 10. November mit gleich zwei Premieren: „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende in der Regie des neuen Schauspieldirektors Volker Metzler und „In dir schläft ein Tier“ von Oliver Schmaering in der Regie von Hanna Müller begann. Kollegin Annett Israel war dabei. Am 18. November endet die Festwoche mit der Verleihung des Brüder Grimm Preises des Landes Berlin 2017 an den Autor Carsten Brandau und die Grips Produktion „Nasser#7Leben“.

11-17_Eroeff_ParkaueDer Teppich ist ausgerollt

 

Wir gratulieren zum Neubeginn am alten Standort!

Intendantinnenwechsel in Mannheim und München

Die Theater für junges Publikum in Mannheim und München haben am Freitag vergangener Woche unter jeweils neuer künstlerischer Leitung mit Eröffnungspremieren ihre neuen Spielzeiten eröffnet. Wir waren dabei.

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Zur Eröffnung des Jungen Nationaltheaters Mannheim heißt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die neue Intendantin Ulrike Stöck, ihr Team und das Premierenpublikum willkommen und betont die große Bedeutung des Jungen Nationaltheaters für die Stadt Mannheim (Foto Christian Kleiner). 

Eröffnung Schauburg - 20.10.2017

Bei der Spielzeiteröffnung an der Schauburg in München wurden Intendantin Andrea Gronemeyer und ihr Team von Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers herzlich in ihrem neuen Haus begrüßt (Foto Judith Buss). 

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Lesen ist Partizipation! Wer liest kann mitdiskutieren!

Wolfgang Schneider und Anna Eitzeroth sind die Herausgeber der neuen Publikation „Partizipation als Programm“ im Transcript Verlag. Heute kam das Buch frisch aus der Druckerei.

Praxis und Theorie kommen zu Wort und diskutieren ausgehend von Projekten des Förderprogramms „Wege ins Theater“ der ASSITEJ, das im Kontext von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ umgesetzt wird, wie Partizipation gelingen kann.

Lesen Sie mit.

Diskutieren können Sie mit uns und anderen am 1. und 2. November im Künstlerhaus Mousonturm beim Fachtag „Theater als kollektive Kunst – Partizipation als Prinzip“.

www.wegeinstheater.de

 

Theater als kollektive Kunst – Partizipation als Prinzip

Gemeinsamer Fachtag zum Programm „Kultur macht stark“ von dem Bundesverband freie Darstellende Künste, dem Deutschen Bühnenverein und der ASSITEJ am 01./02.11.2017 im Künstlerhaus Mousonturm

Die Partizipation der Teilnehmenden ist ein zentrales Anliegen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Doch was bedeutet Partizipation für die Akteur*innen in den Bündnissen? Wo liegen Grenzen der Partizipation? Welche politischen Fragen spielen bei der Diskussion um Kulturelle Teilhabe und Benachteiligung eine Rolle? Und für wen macht sich das Theater stark? Drei Theaterverbände als Programmpartner diskutieren mit den Akteur*innen ihrer Bündnisse über die Erfahrungen aus viereinhalb Jahren „Kultur macht stark“. Welche Perspektiven entstehen für die weitere Arbeit in den Darstellenden Künsten innerhalb der zweiten Programmphase und über das Programm hinaus? Der Fachtag von ASSITEJ, Bundesverband Freie Darstellende Künste und Deutschem Bühnenverein beginnt mit einem Austausch der Akteur*innen der Bündnisse und mündet in das Frankfurter Autorenforum für Kinder- und Jugendtheater, um dort mit einem breiten Fachpublikum über die Möglichkeiten, die „Kultur macht stark“ für die Theaterlandschaft bietet, zu diskutieren.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

 

 

Geschichte im Rampenlicht

Inszenierungen historischer Quellen im Theater

Staatsschutz, Treuepflicht, Berufsverbot - szenische LesungTagung vom 19. bis zum 21. Oktober 2017 im Theater am Leibnizplatz, Bremen

Anmeldung bis zum 10. Oktober 2017
Flyer ; weitere Informationen: www.sprechende-akten.de

Was passiert auf der Bühne und mit den Zuschauenden, wenn historische Quellen aufgeführt und durch die Schauspielerinnen und Schauspieler „live geschrieben“ werden? Wie und warum wirken diese Vermittlungen der Quellen „authentisch“? Welche Rolle spielen Raum, Ort und Modus der Aufführung oder: Wie funktioniert das Medium „Geschichtstheater“ insgesamt? Im Mittelpunkt der Tagung stehen Performativität und Medialität von Geschichte im öffentlichen Raum. Sie werden hier vor allem am Beispiel von szenischen Lesungen thematisiert, um exemplarisch spezifische Formen der Remediation von Geschichte zu analysieren.

Anlass der Tagung ist das 10jährige Bestehen des Projekts „Aus den Akten auf die Bühne“, das Forschendes Lernen an der Universität mit der Produktion und Aufführung von szenischen Lesungen aus historischem Quellenmaterial durch die bremer shakespeare company verbindet. Die Tagung wird organisiert von Prof. Dr. Thorsten Logge (Universität Hamburg | Public History), Dr. Eva Schöck-Quinteros (Universität Bremen | Aus den Akten auf die Bühne) und Nils Steffen (Universität Heidelberg | Angewandte Geschichtswissenschaft – Public History).