Jetzt beginnen die wilden Jahre

Scannen 2017-10-15 0003Pulk Fiktion feierte seinen zehnten Geburtstag und viele Freunde und Wegbegleiter kamen als Gratulanten am Freitag, 13. Oktober 2017, ins Freie Werkstatttheater in Köln. Das Foyer des neuen Heimathafens von Pulk Fiktion wirkte schon wie ein Wohnzimmer, in dem stolz Familienfotos und Theatertrophäen, wie die Urkunden des Festivals „Augenblick mal!“  präsentiert werden. Gerhard Seidel, einer der Theaterleiter*innen des FWT prophezeite in seiner Gratulationsrede, dass mit dem zehnten Geburtstag nun die wilden Jahre von Pulk Fiktion beginnen würden. Und mit der Premiere einer wild-performativen Adaption der Bildergeschichte von Max und Moritz konnten die Geburtstagsgäste schon einen Vorgeschmack davon bekommen.

Einen überaus sympathischen und bewegenden Geburtstagsgruß haben dann an diesem Abend noch die Theatereltern von Pulk Fiktion, Tina Jücker und Claus Overcamp vom Bonner Theater Marabu präsentiert, bei dem es auch viel zu Lachen gab.

Hier der Wortlaut, freundlicherweise von den beiden Gratulanten für KJTZ – Das Blog zur Verfügung gestellt: Weiterlesen

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Nachbarschaftlich. Divers. Gemeinsam

ASSITEJ- Werkstatt auf dem Wildwechsel Festival 2017 in Dresden

Karen Giese vom Theater Strahl Berlin berichtet

Am Samstag 23.9. trafen wir uns – ca. 30 Theatermacher_innen aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, um uns nachbarschaftlich, divers und gemeinsam miteinander auszutauschen.

Nach einer Vorstellungsrunden erhielten wir von den Moderator_innen Christoph Macha und Franziska-Theresa Schütz eine Einführung zu den Ergebnissen der von der ASSITEJ in Auftrag gegebenen Studie zur Lage des Kinder- Jugendtheater in Deutschland (offiziell veröffentlicht wird sie am 21.10. auf dem licht.blicke Festival in Nürnberg). Weiterlesen

Festival Wildwechsel in Bildern

Sara Engelmann, Mitglied der Auswahlkommission von „Wildwechsel“, hat die kurzen Texte für diesen Blog geschrieben und die Fotos gemacht: „Alles wird eifrig gewechselt: Orte und Worte, Gedanken, Fragen, Programmpunkte, Bühnen. Im und um das Kraftwerk Mitte sind alle in Bewegung. Spürbare Energie – das ehemalige Heizkraftwerk als idealer Ort für das Wildwechsel Festival!“

Energie

 

Ein Inszenierungsgespräch, geleitet von der „Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft“

Inszenierungsgespräch

 

 

 

 

 

 

Kinderjury und Preisverleihung
Schnappschüsse und Tanz mit dem Publikum.

Der Preis der Fachjury (Anne Fritsch – freischaffende Journalistin für Deutsche Bühne, Junge Bühne, Süddeutsche Zeitung; Anja Klöck – Professsorin für Schauspiel and der HS für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy in Leipzig und Iwona Nowacka –  Performerin, Kuratorin und Übersetzerin sowie der Preis der Kinderjury  gingen an das:

Thalia Theater Halle
Mein ziemlich seltsamer Freund Walter
von Sibylle Berg
Regie: Katharina Brankatschk

Die Jugendjury vergab ihren Preis an:

Die Theater Chemnitz
Beate Uwe Uwe Selfie Klick (UA)
von Laura Linnenbaum
mit Texten von Gerlind Steinbuch und dokumentarischem Material
Regie: Laura Linnenbaum

WIR GRATULIEREN!

Vollbremsung in Dresdens Mitte: Wildwechsel! Das Kinder- und Jugendtheaterfestival im Osten ist eröffnet!

Unsere Kollegin Annett Israel berichtet vom Ort des Geschehens:

Beim Wildwechsel verkehrt man am besten mit angepasster Geschwindigkeit und hält immer ausreichend Abstand zum Vordermann. Wenn Wild am Straßenrand auftaucht, ist schnelle Reaktion gefragt: Tempo reduzieren, Scheinwerfer abblenden, dem Wild niemals ausweichen, auch wenn ein Zusammenprall unvermeidlich ist – Vollbremsung!

In Dresden wurde heute viel wildes Theatervolk gesichtet. Es strömt am Rande der Straßen aus allen Himmelrichtungen vor allem aber aus dem Osten Deutschlands ins Kraftwerk Mitte und damit in die neue Spielstätte des Theaters Junge Generation  in Dresdens Zentrum. WILDWECHSEL – nach Nordhausen und Weimar nun zum dritten Mal, jetzt hier an diesem außergewöhnlichen neuen Kulturort in Sachsen. Weiterlesen

Musik! Neu! Denken!

Einladung zur „Spurensuche“ dem Arbeitstreffen und Festival der freien Theater am ATZE Musiktheater 10. bis 14. Juni 2018 in Berlin

Noch bis 14. Oktober 2017 können sich freie Theater aus ganz Deutschland für die „Spurensuche“ bewerben. Die ASSITEJ veranstaltet dieses Festival und Arbeitstreffen der freien Theater seit 1992 an wechselnden Theatern. Nachdem sie 2008 am Theater STRAHL (Berlin) und am Theater Havarie (Potsdam) zu Gast war, kommt sie nun 10 Jahre später wieder nach Berlin!

Beim ATZE Musiktheater dreht sich 2018 alles um Musikalität Weiterlesen

Keine Visa für Künstler aus Südafrika

Im März 2017 erhielten Künstler aus Nigeria kein Visum zur Einreise nach Deutschland, um ihre Produktion „Sandscapes“ bei den Festivals „Starke Stücke“ und „FRATZ“ zu zeigen. Stefan Fischer-Fels (Stellvertretender Vorsitzender der ASSITEJ e.V. und Mitglied des Vorstands der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) betonte in seiner Rede zur Eröffnung des Festivals „Starke Stücke“:

„Es ist nicht hinnehmbar, dass wir Mauern bauen, die nicht einmal die Künstler überwinden können.“

Nun wiederholt sich die Geschichte in Norwegen: Die südafrikanisch-norwegische Koproduktion „Phefumla“ kann beim SAND Festival der ASSITEJ Norwegen nicht wie geplant gezeigt werden, da zwei der vier Darsteller kein Einreisevisum erhalten haben. Weiterlesen

Christel Hoffmann erhält für ihr Lebenswerk den „Applause for Lifetime Achievement Award“ der ASSITEJ

Die Berliner Dramaturgin und Theaterlehrerin Prof. Dr. Christel Hoffmann (*1936) wurde am 26. Mai 2017 mit dem Applause for Lifetime Achievement Award der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche (ASSITEJ) geehrt. Der Preis wurde in diesem Jahr erstmals vergeben und ehrt diejenigen, die ihr Leben dem Kinder- und Jugendtheater gewidmet haben.

Weitere Preisträger sind Razi Amitai, langjähriger Leiter des Orna Porat Theaters in Tel Aviv, sowie Carlos Herans, Gründer der ASSITEJ Spanien und Wegbegleiter des Theaters für Kinder von 0 bis 4 Jahren.

Jury-Vorsitzende und ASSITEJ Präsidentin Yvette Hardie (Südafrika), hob in ihrer Laudatio hervor: „Christel’s unique contribution to dialogue in TYA is a life dedicated to crossing borders between dramaturgy, directorship and theater pedagogy. This becomes visible all over the world in countless workshops, articles, books and talks as a basis for a shared discourse on high quality in theater arts for children, with children and by children.“

Christel Hoffmann Wolfgang Schneider Razi Amitai

Christel Hoffmann, Wolfgang Schneider, Razi Amitai (Foto: ASSITEJ)

 

Christel Hoffmann war als Chefdramaturgin am Theater der Freundschaft heute Theater an der Parkaue / Junges Staatstheater Berlin und später als Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland tätig und ist bis heute als Autorin und Dozentin eine einflussreiche Stimme in der Kinder- und Jugendtheaterlandschaft. Sie ist Initiatorin des Internationalen Regieseminars für Kinder- und Jugendtheater, das seit 1986 von der ASSITEJ Deutschland durchgeführt wird. Unzählige Workshops zur Arbeit Brechts und seiner Bedeutung für junges Publikum haben im In- und Ausland stattgefunden. Christel Hoffmann ist bekannt für ihre pointierten Fragestellungen, die große Anerkennung professioneller Theaterkunst und den Imperativ der Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Christel Hoffmann nahm den Preis persönlich entgegen und erhielt ein Bild, in dem Kinder aus einem Township zentrale Etappen ihres Lebenswerks festgehalten hatten. In einer bewegenden Dankesrede sagte sie, dies sei einer der großen Momente ihres Lebens. Programmatisch stellte sie fest:  „Das Theater ist der ideale Ort, der Freiraum, der Ort der Freiheit gegen Zwänge, denen wir ausgesetzt sind und die und zwingen zu funktionieren. Im Spiel kann jeder Mensch ohne Ängste entdecken, welche Potentiale in ihm stecken, denn er erlebt es in der Gemeinschaft und das mit Lust.“

Wolfgang Schneider, ASSITEJ Vorsitzender und Ehrenpräsident der internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, gratulierte allen Preisträgern und unterstrich ihre Bedeutung für die Entwicklung eines weltweiten Netzwerkes der Darstellenden Künste für junges Publikum.

Die Verleihung der Preise fand im Rahmen des Weltkongresses der ASSITEJ im südafrikanischen Kapstadt statt. http://www.assitej2017.org.za