BIM BAM, FRATZ und KUCKUCK

von Gerd Taube


BIM BAM, FRATZ und KUCKUCK, so heißen Theaterfestivals für das jüngste Publikum in Salzburg, Berlin und München. Während man in der bayerischen Landeshauptstadt nur noch wenige Tage warten muss, bis das Festival (20.-27. März 2019) eröffnet wird, müssen die jüngsten Berliner*innen sich noch länger (3.-8. Mai 2019) gedulden. In der österreichischen Festspielstadt Salzburg hat das 7. Internationale Theaterfestival für Klein(st)kinder BIM BAM (9.-31. März 2019) bereits am letzten Wochenende begonnen.

 

Initiator und Veranstalter des Festivals ist das Toihaus Theater, das als Pionier und Zentrum des zeitgenössischen Theaters für die jüngsten Zuschauer*innen in Österreich gelten darf. Und auch im europäischen Kontext gehört das freie Theater aus Salzburg zur künstlerischen Avantgarde in dieser Theaterform. Weiterlesen

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#tincon at #fftdüsseldorf performs #kulturellebildungatitsbest

von Nikola Schellmann


Ich will ein Ticket auf der Website buchen und stelle fest: ich bin zu alt.

Die TINCON ist eine Veranstaltung für 13- bis 21-Jährige. Alle über 21-Jährigen haben nur Zutritt, wenn sie sich a) als freiwillige Helfer*innen bewerben, b) eine Schulklasse begleiten oder c) am TINCALL teilnehmen und sich somit als Vortragende bewerben.

Ich bin unentschieden: Exklusivität auf der einen Seite, geschützter Raum auf der anderen. Ich möchte Themen scouten, Vortragende kennenlernen, die Einbettung theateraffiner Themen wie Storytelling via Algorithmen oder via Theater-Games bzw. die Reaktion der Jugendlichen auf Kollektive wie OutOfTheBox oder machina eX sehen.

Aber ich möchte mich nicht über das Alter definieren oder gar ausgrenzen lassen, wenn ich danach frage, welche Themen Jugendliche beschäftigen (und das sowohl aus deren eigener, vortragender Perspektive als auch aus der eine*r Zuhörer*in). Zumal ich mir die Frage im Hinblick auf das Kinder- und Jugendtheater auch oft stelle: sind dieses oder jenes nun Themen für Jugendliche? Sind es NUR Themen für Jugendliche? Wieso sind andere wiederum „für Erwachsene“? Und was genau ist eigentlich „Theater“?
Ich nehme Kontakt mit dem TINCON-Team auf und erkläre mein Anliegen. Und bereits auf dem Weg nach Düsseldorf mache ich den ersten Instagram-Post.

8. März, FFT Juta in Düsseldorf, zwischen Klo und Stage 1: „Hey, dein Lippenstift steht dir krass gut.“
„Also du hast eine total tolle Brille an. Es ist nicht leicht, so eine schlichte, aber schöne Metallrahmenbrille zu finden.“
„Und irgendwann habe ich was von Gwen Stefani gelesen und gehört – und die ist so eine coole Frau, die macht einfach ihr Ding. Das hat mich auch für meine Arbeit inspiriert.“
Gesprächsfetzen, die ich aufschnappe, die mir offenbar im Gedächtnis geblieben sind – die mir (oder vielleicht gerade WEIL sie mir) bereits eine Ahnung dessen vermitteln, was mir gleich als überaus angenehme Stimmung entgegenschlagen soll: Wertschätzung, Offenheit anderen gegenüber, Aufeinanderzugehen, Komplimente, Interesse.

20190308_141546Ich bin auf der teenageinternetwork convention: 2016 fand die erste TINCON in Berlin, 2017 auch in Hamburg und nun 2019 erstmals eine Ausgabe in Nordrhein-Westfalen statt. Die TINCON ist eine Gesellschaftskonferenz für Menschen zwischen 13 bis 21 Jahren. Das FFT Juta bietet dafür die Bühne und verwandelt einen Ort, an dem es sonst um Darstellende Künste für Junges Publikum geht, in zwei Stages, zwei Workshop-Spaces und eine Gaming Area, auf denen Themen wie Künstliche Intelligenz, Netzpolitik, Gaming, Umweltaktivismus, Kultur, Storytelling, Lifestyle, Bildung und noch viele weitere vorgestellt und diskutiert werden.

Bei der TINCON dreht sich alles um digitale Jugendkultur. Die TINCON veranstaltet seit 2016 Events von, für und mit jungen Leuten. Unser Ziel ist es, der jungen Generation und ihren Themen eine größere Öffentlichkeit zu bieten.

Das trifft es perfekt. Ich gebe zu, ich bin hochgradig neugierig – nicht nur auf die Themen, die mich als nicht-digital-Native hoffentlich und offensichtlich überraschen werden (vor allem in technischer Hinsicht). Sondern auch auf die Jugendlichen, die hier in meinen Augen vorbildlich in die Programmplanung und -gestaltung einer jeden TINCON eingebunden werden (in Programmworkshops im Vorfeld, die mehrere Tage dauern, treffen sich Jugendliche mit dem Team). Beim TINCALL kann jede*r zwischen 13 und 21 ein Thema als Speaker einreichen und so von eigenen Aktivitäten, Anliegen oder Projekten berichten und die Community daran teilhaben lassen.

Auf mehreren Ebenen funktioniert dies sehr gut: die Jugendlichen machen sozusagen ihr eigenes Programm, die Vortragenden sind direkt ansprechbar, es wird betont, dass ebenso Ansprechbarkeit dafür vorhanden ist, wenn etwas für jemanden nicht gut läuft. Die Disziplinen sind miteinander verwoben und das merkt man auch – es gibt keinen Vortrag über YouTube oder Instagram, weil das an sich ein interessantes Thema wäre. Aber darüber, wie dort Themen kreiert werden, die einer Klischeebildung entgegenwirken, oder wie sich aus der Funktionalität von Werbung via Facebook oder Instagram ein Geschäft entwickeln lässt.

Das überaus wichtige und unbedingt förderungswürdige Expert*innentum der Jugendlichen wird unterstützt, präsentiert und in Dialog gebracht – und zwar auf einfachste und direkte Art und Weise aus der Zielgruppe in die Zielgruppe. Und spätestens jetzt wird klar, dass dieser Begriff absurd ist, denn warum soll ein bestimmtes Thema nur ein Ziel in einer bestimmten Gruppe finden. Zumindest, wenn es um Themen geht, die gesellschaftlich, kulturell, sozial oder alltäglich relevant sind (ist Klimaschutz nur was für Erwachsene? Und Fake vs. Fakten nur was für Jugendliche? Wie steht es mit Smartphone-Sicherheitschecks?).

Und jetzt, mit dem Blick durch die (Metallrahmen?-)Brille des kulturellen Bildungssektors: die TINCON ist partizipativ, integrativ, kompetenzfördernd und nachhaltig. Das beeindruckt mich sehr. Vielleicht auch deswegen die drei hängengebliebenen Zitate aus dem Flur: die Teilnehmer*innen nehmen sich gegenseitig wahr, entdecken so (unter anderem) Trends, schätzen diese und tragen sie weiter, motivieren und fördern sich gegenseitig durch Erlebnisse oder Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten – und dies wird geteilt. Im besten und nicht nur technologischen Sinne.
Mein nächster Instagram-Post ist schon auf dem Weg.

 

 

Dem jüngsten Publikum verpflichtet

von Gerd Taube


Morgen geht im italienischen Bologna das diesjährige Festival des Theaters für das jüngste Publikum Visioni 2019 zu Ende. Dieses Festival ist schon seit Jahren ein Hotspot für alle Künstler*innen und Veranstalter*innen, die sich dem Kinderpublikum von 0 bis 5 Jahren verpflichtet fühlen. 3222Und seit Jahren sorgt das Team der Theatercompanie La Baracca Testoni Raggazzi für eine, den jüngsten wie den älteren Theaterzuschauer*innen, zugewandte Festivalstimmung. Weiterlesen

KinderStücke 2019: Ein schöner Erfolg für „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“

von Henning Fangauf


Nun ist sie getroffen, die Entscheidung für die diesjährigen KinderStücke kinderstuecke mülheimder Mülheimer Theatertage NRW. Vor wenigen Tagen gab das Auswahlgremium mit Oliver Bukowski, Dr. Thomas Irmer und Werner Mink seine Entscheidung bekannt und nominierte fünf neue Autor*innenstücke für das Kindertheater und deren Uraufführungen. Vom 13. bis 17. Mai werden die Inszenierungen in Mülheim gezeigt und stellen sich dem renommierten Wettbewerb um den Mülheimer KinderStücke-Preis 2019.

Für unser Projekt Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater ist die diesjährige Auswahl erneute eine schöne Bestätigung. Denn drei der fünf ausgewählten Stücke entstanden durch die vom KJTZ und dem Deutschen Literaturfonds vergebene Förderung. Besser kann Qualität und Resonanz des Projektes nicht bewiesen werden. Wir freuen uns mit ‚unseren‘ Autor*innen Katja Hensel, Kristo Šagor und Oliver Schmaering – und gratulieren allen für Mülheim nominierten Autor*innen und den Bühnen, die das Wagnis der Uraufführung eingegangen sind und nun diesen Erfolg verzeichnen können.


Henning Fangauf (Hofheim am Taunus) arbeitet freiberuflich als Lektor und Dramaturg. Von 1996 bis 2018 war er stellvertretender Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland. Er leitet weiterhin das Projekt Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater.

Henning Fangauf

„Augenblick mal!“-Vorverkauf für Fachbesucher*innen startet

von Annett Israel


Augenblick mal! 2019 zeigt zehn nationale und drei internationalen Gastspiele: Der Vorverkauf  für Fachbesucher*innen beginnt heute, der freie Kartenvorverkauf startet am 25. Februar 2019!

Das Programm für das Festival des Theaters für junges Publikum in Berlin ist nun mit Weballen Gastspielen aus dem nationalen und internationalen Programm und einigen Daten und Uhrzeiten für das Rahmenprogramm online. Schaut rein, kommt nach Berlin und feiert mit uns!

2019 erwarten euch im Rahmenprogramm des Festivals ganz unterschiedlichste Dialogformen und Gesprächsangebote:
Bei Face it! könnt ihr täglich von 12:30 bis 14:30 eure Erfahrungen mit den gesehenen Gastspielen in verschiedenen experimentellen Nachgesprächsformaten austauschen. Sie basieren u.a. auf dem im November 2018 erschienenen Handbuch Zwischen Publikum und Bühne. Vermittlungsformate für die freien darstellenden Künste, veröffentlicht vom Performing Arts Programm Berlin mit den Künstler*innen, die sie erfunden und erprobt haben. Daneben kann man auch ein Gesprächsangebot nutzen.

Mit den nationalen Kurator*innen kommt ihr u.a. bei Face to face: meet the Curators am Eröffnungsabend und am Sonntagmorgen ins Gespräch. Die Kurator*innen fürs internationale Gastspiel-Programm geben bei Facing East Auskunft über die kultur-politische Situation in ihrem Land und über Mut, Leidenschaft und Widerständigkeit beim Theaterspielen für junges Publikum in Russland, Ungarn und Polen.

Zwei Fortbildungen laden angehende Erzieher*innen und Lehrer*innen auf ungewöhnliche Erkenntniswege ein; an den Berliner Partnertheatern GRIPS, STRAHL und am Festivalzentrum an der PARKAUE wird das junge Publikums mit einem umfangreichen Programm zur Beteiligung eingeladen. Fachbesucher*innen sind ausdrücklich willkommen!

Website und Facebook werden mit Informationen und Texten zum Rahmenprogramm weiter befüttert: Immer wieder mal reinschauen lohnt sich!

Und jetzt? Karten sichern!
Auf bald dann in Berlin!

Zur Pressemeldung: PM Augenblick mal! VVK beginnt 2019

 

Z OGNIEM W GLOWIE 3. Ein Fachaustausch zum Jugendtheater in Polen

Von Henning Fangauf


Als erstes zeigt sich ein alter Förderturm, dann die modernen Produktionshallen von Toyota und schließlich die Kirchtürme, nähert man sich von Wroclaw kommend der niederschlesischen Stadt Wałbrzych. Die ehemalige Bergwerksstadt befindet sich im Umbruch. Kohle wird hier nicht mehr gefördert, junge helle Birkenwälder breiten sich auf den Abraumhalden rund um die Stadt aus. Die Moderne hält nur langsam Einzug, die Stadt sucht nach neuer Identität für das 21. Jahrhundert.

© Photo: Dariusz Gdeszmobile: +48 796 689 301
e-mail: studio@gdesz.com

Henning Fangauf, Dramaturg und Lektor, bei seinem Vortrag „Kunst und Gesellschaft – Theater für junges Publikum in Deutschland“, rechts die Übersetzerin Justyna Rodzinska-Nair.

Das Stadttheater, das Teatr Dramatyczny, scheint diese bereits gefunden zu haben. Die junge, erst seit 1964 als „Dramatisches Staatstheater“ existierende Bühne, hat sich seit der Jahrtausendwende einen besonderen Ruf in der polnischen Theaterlandschaft verschafft. Mit seinen progressiven Inszenierungen neuer polnischer und europäischer Stücke durch junge, aufstrebende Regisseur*innen zieht es die überregionale Kritik immer wieder in diesen südwestlichen Teil des Landes.

Und das Theater hat sich konsequent für die Jugend geöffnet. In diversen Jugendclubs probieren sich insbesondere ältere Schülerinnen und Schüler im Theaterspielen aus. Die Theaterpädagogin Dorota Kowalkowska hat hier in den letzten zehn Jahren vorbildliche Arbeit geleistet und das Angebot zum Theater sehen und Theater spielen für junge Leute ausgebaut. Mit ihren Programmen gibt sie der interessierten Jugend von Wałbrzych Halt und Identifikation, zumindest für eine gewisse Zeit, bevor diese zum Studium, zur Ausbildung, die Stadt verlassen müssen.

Der nun jüngst stattgefundene Fachaustausch Z OGNIEM W GLOWIE 3. (zu Deutsch: Mit Feuergesicht 3) mit Expert*innen des jungen Theaters aus Deutschland und aus Polen gehört auch zu diesem Angebot und zum Selbstverständnis des Theaters. Seit 2014 lädt das Theater alle zwei Jahre zu dieser Veranstaltung ein und gewinnt die theaterbegeisterten Jugendlichen der Stadt, aber auch Theaterpädagog*innen und weitere Künstler*innen des ganzen Landes für den internationalen Dialog.  Auch eine gesamte Jahrgangsklasse des Studiengangs Theaterpädagogik von der Universität in Warschau nahm daran teil. Das Programm wurde kuratiert von Dorota Kowalkowska und der Übersetzerin Iwona Nowacka und gemeinsam mit den Jugendlichen vorbereitet. Diese interessierten sich besonders, von den Gästen aus Deutschland etwas über die aktuelle Haltung der Theater zu Politik und Gesellschaft zu erfahren. Mit großer Selbstverständlichkeit moderierten die Jugendlichen einzelnen Gespräche und fühlten den polnischen Regisseuren, die drei Stücke aus Deutschland szenisch einstudiert hatten, kräftig auf den Zahn. Männerdominanz im polnischen Theater – muss das so sein? Wurden die Texte wirklich intensiv genug gelesen und durchdrungen? Wird Humorlosigkeit in der Umsetzung als „ernsthafte Auseinandersetzung“ (miss)-verstanden? Die Fragen der – perfekt vorbereiteten! – Jugendlichen trafen es genau, es war ein Genuss ihren kritischen Nachfragen an die Profi-Künstler*innen zu folgen. Das Theater in Wałbrzych hat damit eine gelungene Form der partizipativen Theaterarbeit eröffnet. Theater als Anlass für den Generationendialog. Chapeau!

Watch. Stop. Repeat. Erase Yourself. – Ein Festivalbericht

Eliot Moleba ist derzeit in Frankfurt im KJTZ zu Gast, arbeitet an neuen Stücken und Projekten und hat das Internationale TheaterFest der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in St. Vith besucht. Hier schreibt er über seine Erlebnisse im Next Generation-Programm.
Eliot lebt in Johannesburg, ist Autor, Redakteur, Theatermacher, Regisseur und Mitglied von PlayRiot, einem Autor*innenkollektiv, das sich dem Erzählen wagemutiger Geschichten in/aus Südafrika verschrieben hat. Er studierte Dramatic Arts und Diversity Studies an der University of the Witwatersrand und ist momentan Dramaturg am South African State Theatre.


I attended the 29th International TheatreFest that is organised by Agora Theatre, which took place from the 16th to 21st October 2018. The festival happens in a small German-speaking Belgian town of St Vith. As I only know Belgium to be predominantly Flemish\Dutch and French, I found the proposition of travelling from German city of Frankfurt to a German town in Belgium to be quite strange at first, until I learned that it is a bordering town that has changed hands between Germany and Belgium a few times. At this stage, I didn’t know what to expect from such a place but as a South African – given our troubled history and its territorial questions – one is now more comfortable diving into any place with a complex, laden and conflicting national history and identity! And so the journey began!

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

Luckily, driving into St Vith was a magical experience because it offered a very contrasting scenery! The first thing that greets you from a distance is its dramatic landscape, which holds and wears the beauty of its greenery on the palm and sleeves of the small surrounding hills. And as you rolled downed the window, the fresh air hits you with the whiff of cow dungs from all the nearby feed and the sound of a trucker approaching along a narrow road. This will probably be the most congested traffic this road will see today! And with the emblem: Welcome to St Vith! This moment felt like stepping back into my childhood. Even though I grew up in the rural Northern parts of South Africa, the familiar aromas and the open landscape that allows you to feel and connect to the natural surroundings immediately transported me back to my humble origins.
To compliment this feeling of being at home (alas in a strange place), was the warm welcome I (and I hope everyone else) received from the theatre staff. Amidst the rush of getting the festival ready to hit the road, everyone never missed an opportunity to stop and offer you a friendly welcoming smile. I am always amazed at how easing this small gesture is when one experiences a new place and people for the first time. In a few glimpses and impressions, I was already convinced that the festival is ran by an awesome team and we are in for a great treat!

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

I attended the festival as part of the Next Generation (NG) programme. The theme of the NG was Watch. Stop. Repeat. Erase Yourself. It is a loaded theme and the festival invited a small pack of 10 young people to unpack it in relation to their festival program. That is, we were tasked with a mission to see the theatre pieces, attend both the organized or informal meetings, observing everything that the festival had to offer – and to do something with it. In the end, we were asked to give our experiences and impressions of the TheaterFest a form or shape, whatever that might be.
The core of the festival programme was made of 12 different theatre performances that were usually followed by an open discussion called „moving thoughts“, which was moderated by the artistic team. This exchange offered the audience a chance to engage with the theatremakers who were presenting the work (and vice versa). While my participation in them was limited due to language constraints (that is, I could not judge how critical, challenging, or robust the engagement was), but it was still interesting to see how energetic these encounters were, and how the small gatherings prompted much enthusiasm from both the audience sharing their impressions of the work(s) and artists responding to the feedback. It is not a feature that you find in a lot of big festival but it is also vital to foster a culture of not just seeing theatre work but to speak back to it, especially with the makers. I find it enriching as a theatremaker to hear how my work is received – both the criticisms and compliments alike!

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

In the NG programme, we were fortunate to have a space and time to extend these conversations about the performances we witnessed. Although we never had the audience of the theatremakers themselves in our sessions, they were tasked with providing us any piece of material (i.e. a text, image, etc.) that we can use as an entry point into our discussion of their work and then our programme leader sourced addition material. The material formed the basis of how we framed and unpacked them in relation to the work itself. Our conversations were multifaceted as they offered various perspectives and interpretations among the diverse group members. Curiously, as we were from different backgrounds ourselves, our varying reactions were also problematised. It was not just about what your reaction to something was, but where you were also reacting from; and suddenly the question emerged of who we are and who do we speak for – if for anyone at all – both as individuals and a collective. This began to eat away at the assumption(s) of what it means to be the Next Generation, both among ourselves and the absent but felt larger festival public. I do not know how conscious we were of this fact but we have spent the rest of our time together trying to unpack these complex questions – and perhaps this was in search of a collective voice. Did we find it? I don’t know. But the discursive reading, questioning, challenging, (re)framing and unpacking that punctuated these dialogical moments was nuanced and richly textured. We found it productive to engage these questions and their embedded assumptions. And I think the discursive process of engaging these questions became the work of our meetings.

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

For me, this is the most exciting thing about the potential of intercultural dialogue. It was able to demonstrate how we needed to understand our own diverse positionalities for any effort to build a collective voice to be possible. And, of course, that these conversations were carried beyond the group sessions into coffee, lunch, and dinner breaks showed just how important it was for us to digest the experiences of the theatrical buffet that was so spectacularly organised (and generously offered) and our own subjectivities and sensibilities! This also weaved discussions about how we work in our own respective processes, and even played several exercises together.

These moments of ‚digestion‘ proved to be the most valuable of experiences of my stay. Yet, at the end of our stay, we were faced with an interesting question: how do we give shape to these ‚digestive‘ moments? Do we have to? In the Next Generation, although it is not obligated, it is nonetheless expected that we would take this digestion of the experiences and impressions and give them some form or shape, to present at the end of the festival. This is how usually Next Generation program is framed within ASSITEJ. And it’s not difficult to understand why this expectation is placed on the NG. I mean, it is a good way for other members of the festival and programme organisers to see – perhaps in somewhat more concrete terms – the impact that this moment and programme has had on its participants. Yet, this is not how the script was played at the TheaterFest. The doors opened but nothing was presented except a cleaned room and remnants or fragments of written notes, a looped conversation we recorded of one of the sessions, props we collected and played with, which were all neatly packed against one side of the room. For the most part, the work that had taken place in this room was erased. Ironically, and, in hindsight, this became an interesting play on the theme of the NG programme: Watch. Stop. Repeat. Erase Yourself. We had watched the festival shows. Stopped to think and respond or react to it. Repeated this over and over. And now here we were, with traces of our encounters and ourselves erased.

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

At first I battled to understand how I could explain this ‚presentation‘ to the audience who came up to me to ask directly about what it was or meant. In their eyes, everything in this space reflected nothing much really. I think the offer was read and understood as being empty. It took a while to make this distinction myself but the room was not empty, it was emptied. We emptied it. But emptied of what? Now, this is a trickier question to answer. But to make this attempt, I would like to highlight and reframe two key words I have used so far in order to articulate my next point more succinctly. If one has to think of this digestion I have spoken about as ‚research‘, at the end of this program it was hoped that the result will lead to some ‚practice‘, i.e. something the group does to give shape to the experience and emerging thoughts gained from engaging the festival, which would be what is presented when the NG opens their door to the public. I have been lucky enough to participate in other NG programmes before, and this is usually what happens. But I think in this NG programme something strange, unexpected and quite interesting happened: the ‚research‘ (i.e. this digestion) became the ‚practice‘ itself. I don’t think that we had intended it to be, so perhaps that explains the ’strangeness‘ of our presentation both to the public and ourselves.
For obvious reasons, I don’t think the public was quite satisfied with this result. If anything, they were underwhelmed and perhaps even disappointed at what we ‚offered‘. But I find this ‚disappointment‘ to have a productive side to it. How? Because it is a moment of rupture in what this programme is expected to mean or be. As such, this, for me, has raised interesting implications for the other NG programmes going forward. If we say that the participants are not given the obligation to create a ‚presentation‘ at the end of their stay, do we really mean it? In other words, are we really fine with it if they do not to create something? If we are, then I think the current framework is fine. But, as we were met with somewhat disappointed faces, it is clear that there is tacit expectation at play here and it is more binding that people expect. And not only is that fine but also understandable. Because this is an opportunity to respond to something unique and to give form to something unknown. Read me well, I think it would be great if that happens but for future NG programmes we must not forget that this is also a moment that brings artists „from different walks of life together to take part in an exchange of ideas, stories, practices, and most importantly, inspiration. These artists meet, eat, sleep, cry, laugh, joke, drink, play, live, and spend a week together; watching performances and engaging in formal and informal critical discussions about how they receive and make theatre.“ Should the impact of such a dynamic encounter be reduced to the form or shape that the participants are able to give their experiences and thoughts? I hope not.

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Photo: Marie Aurore D’Avans; Copyright: AGORA Theater

Overall, I thought the festival programme was fabulous! As a non-German-French speaker, I had my fair share of confusion, ah-ha moments, and great conversations that I hope will inspire new ideas and new collaborations! I look forward to experiencing Agora’s International TheaterFest again in the near future!


Eliot Molebas Aufenthalt bei der ASSITEJ Deutschland und im Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland wird gefördert aus Mitteln des Programms Internationale Jugendarbeit des Kinder- und Jugendplans des Bundes.