Vorschlagsfrist für Preise endet in drei Tagen – Nur drei Schritte zum Vorschlag

Logo KJT-PreisBis zum 10. November 2017 sind noch alle deutschsprachigen Theaterverlage und Theater für junges Publikum eingeladen, ihre Vorschläge für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 einzureichen.

Die Vorschläge werden online auf www.kjtz.info eingereicht. Es sind nur drei Schritte bis zum gültigen Vorschlag:

  1. Das Online-Formular ausfüllen.
  2. Das Bühnenmanuskript als PDF online hochladen.
  3. Fünf gedruckte Exemplare des Bühnenmanuskripts bis 15.11.17 per Post an das KJTZ, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt senden.

Die Jury trifft sich am 5. Dezember 2017 zum ersten Mal und hofft auf vielfältiges und zahlreiches Lesefutter. Die Preise werden am 1. November 2018 im Rahmen des 30. Frankfurter Autor*innenforums für Kinder- und Jugendtheater verliehen.

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Deutscher Theaterpreis DER FAUST geht an Hannah Biedermann

Am Freitagvormittag sass sie noch auf dem Podium des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater und diskutierte über die sich wandelnde Stadtgesellschaft, über gesellschaftliche Diversität und die Herausforderungen, die sich für das Theater für junges Publikum daraus ergebenen. Dann setzte sie sich in Frankfurt am Main in den ICE nach Leipzig, wo sie am heutigen Abend mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Beste Regie im Kinder- und Jugendtheater“ ausgezeichnet wurde. Sie erhält diese Ehrung für ihr Kinderstück über das Größerwerden in einer rosablauen Welt „entweder und“ am Jungen Ensemble Stuttgart (JES). Die Intendantin des JES, Brigitte Dethier, selbst Trägerin des FAUST-Preises, gratulierte der jungen Regisseurin direkt nach der Preisverleihung. Die Teilnehmer*innen des Frankfurter Autorenforums sowie die Mitarbeiter*innen des Kinder- und Jugendtheaterzentrums und der ASSITEJ gratulieren ebenfalls herzlich und senden beste Grüße vom Main an die frischgebackene Preisträgerin. Herzlichen Glückwunsch, Hannah!

„Genau hinsehen, Vielfältigkeit entdecken“

Dazu forderte Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, bei der Eröffnung des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater im Künstlerhaus Mousonturm auf.

Rein rechnerisch, so Ina Hartwig, werde die Bevölkerung Frankfurts alle 15 Jahre komplett ausgetauscht. Welcher Reichtum in dieser Dynamik und der Vielfalt der Stadtgesellschaft stecke, das gelte es herauszufinden. Und da die Frage nach dem Theater der Zukunft in Frankfurt ohnehin gerade mehr als aktuell sei, komme das Autorenforum mit seinem Thema zur rechten Zeit. (Mehr zur Debatte in Frankfurt unter dem Stichwort „Römerberggespräche auf nachtkritik.de)

Matthias Pees (Intendant des Mousonturms) benannte Kooperation und Kollaboration als Grundlagen seines Programms, das Impulse von Künstler*innen aufgreift, um offen für Zuschauer*innen jeden Alters zu sein.

Gerd Taube, Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, fragte nach dem künstlerischen Umgang mit Diversität und lud dazu ein, das Autorenforum als Ort der Recherche zu nutzen. Rund 100 Fachleute aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland folgen dieser Einladung noch bis zum 4. November.

 

 

 

 

„Was ich in den Denkraum mitbringe“ – Auf zum Autorenforum! Teil 6

Laura Mattes und Friederike Kemmether, Stipendiatinnen und Teilnehmerinnen des „Denkraums“ der dg:starter haben sich Gedanken gemacht: „Was ich in den Denkraum mitbringe“. Dieser findet im Rahmen des 29. Frankfurter Autorenforums am Fr., 3.11., 12.00 Uhr statt. Herzliche Einladung zum Mitdiskutieren.

Achtung BühneFriederike Kemmether denkt beim Nordseeurlaub über Schauspieler und Junge Akteure nach:

Schauspieler
Eine Schauspielerin geht mir nicht aus dem Kopf. Allein mit der Körperlichkeit ihres Spiels hat sie geschafft, mich an etwas zu erinnern, wozu ich in mir selbst den Kontakt verloren hatte. Etwas ist in mir wieder munter geworden, etwas, von dem ich zu vergessen drohte, dass es menschen-möglich ist und bleibt. Wie kann man sich denn als Schauspieler „berechtigt“ fühlen? Für wen ist man es: im „Konzert“ des menschlichen Miteinander die Gabe zu besitzen und als Leistung einzubringen, Gefühle zu entfachen, zum Mitfühlen anzustiften, es wieder bewußt zu machen. Weil so vieles nicht selbstverständlich ist, nicht von vornherein und beständig vor- und zuhanden. Was braucht es eigentlich so an Menschlichem, um sich als Mensch zu fühlen – und sich als Mensch zu geben? Habe ich das eigentlich noch „drauf“: aufrechten Gang, gleichmäßiges Stehen, jemanden richtig Anschauen, einen Satz über die Lippen bringen, die Gabel zum Munde führen. Im Theater erinnere ich mich an den Menschen und das Menschliche (auch in der Hülle des Unmenschlichen). Ich werde meiner eigenen Vereinzelung gewahr, und unser aller Gemeinschaftlichkeit.
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Diversität in der Gesellschaft – Statements aus den Theatern. Auf zum Autorenforum! Teil 5

hannahbiedermann_005-723x1024Hannah Biedermann
Mein Theater soll ein Plädoyer für eine plurale Gesellschaft sein, indem es Vielfalt abbildet, Komplexität anerkennt und vor den Unmöglichkeiten nicht kapituliert.

BassamGhazi_9-17Bassam Ghazi
Was war zuerst da? Du oder deine Geschichte?
Wo fühlst du dich wohler? In der Mehrheit? Oder in der Minderheit?
Auf welche Antwort hättest du gerne eine Frage?

Philipp Harpain9-17Philipp Harpain
Den Wandel der Gesellschaft zu mehr Gleichberechtigung aktiv mit Theater zu begleiten, reflektieren und voranzutreiben, sowie Utopien wieder denkbar zu machen, ist Kernaufgabe des GRIPS.

Diversität in der Gesellschaft – Was sagen die Autorinnen und Autoren? Auf zum Autorenforum! Teil 4

Statements der Dramatikerinnen und Dramatiker zum Thema des diesjährigen Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater:

Nolte2013IIIJakob Nolte
Eine Art von demografischer Vielfalt ist bspw. ein Schlüssel dafür, nicht andauernd die selben Geschichten zu erzählen.

 

Mortazavi_c_Arno DeclairAzar Mortazavi
Figuren schaffen, Räume kreieren, Bilder gestalten, die gegen eindeutige Identitätskonstrukte rebellieren, die Machtverhältnisse hinterfragen und alle People of Colour empowern, sich selbst zu repräsentieren.

 

Ulrich Hub9-17Ulrich Hub
Das Kindertheater darf mehr vom Erwachsenentheater haben und das Theater für die Erwachsenen kann mehr vom Theater für die Kinder haben.

Kettering_2016_c_Maria Zillich_2Christina Kettering
Diversität erlebe ich eher in der soziokulturellen Projektarbeit als im Theater, und auch dort leider häufig eher als leere Behauptung.

 

Franziska vom Heede_8-17Franziska vom Heede
Diverse Perspektiven innerhalb unserer Gesellschaft können in der Fiktion nur durch das ständige Reflektieren der eigenen Perspektive vorkommen – das ist die produktivste Herausforderung.

Heckmanns(c)AndrejGlusgoldMartin Heckmanns
Je näher ich ein Wort ansehe, desto vielfältiger sieht es zurück.