Theater Ansbach bringt ein Stück von Rike Reiniger zur Uraufführung – mit Förderung durch ‚Nah dran!‘

Wolken und andere Katastrophen_JimAlbrightFoto_130418 (30)In dieser Spielzeit war‘s der dritte Streich. Nach der Schauburg in München im Februar (Kristo Šagor „Ich lieb dich“) und dem Landestheater Schwaben in Memmingen im März (Katja Hensel „Haydi Heimat“) fand gestern, 15. April, am Theater Ansbach die dritte Premiere eines durch das ‚Nah dran!‘ Programm geförderten Stücks statt. Das kleine Theater in der mittelfränkischen Residenzstadt hatte die Berliner Autorin Rike Reiniger gewonnen und mit einem Stückauftrag versehen. Daraus entstanden ist das Zwei-Personen-Stück „Wolken und andere Katastrophen“ für Kinder ab 8.

Valentin Bartzsch und Sophie Weikert, Foto: Jim Albright Weiterlesen

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Ein neues Kinderstück von Katja Hensel in Memmingen uraufgeführt

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„Haydi Heimat“ von Katja Hensel mit Tobias Loth, Miriam Haltmeier und Sandro Šutalo. Foto: Karl Forster

„Eine Geschichte wird neu geschrieben“ urteile die Memminger Zeitung nach der Uraufführung von „Haydi Heimat“ am 17. März 2018 am Landestheater Schwaben. „Das Kinderstück „Haydi Heimat“ rückt den Literaturklassiker „Heidi“ der Schweizer Autorin Johanna Spyri in besonderer Weise in den Focus und gibt ihm ein Stück weit eine neue BedeutungDie Geschichte um das Mädchen Heidi und den Hirtenjungen Peter hat nicht nur im deutschsprachigen Raum große Bedeutung. In der Türkei zählt das Werk zu den beliebtesten Kinderbüchern. Somit entstand das mit viel Humor gespickte Kinderstück um den achtjährigen deutsch-türkischen Jungen Kemal, der zum ersten Mal damit konfrontiert wird, dass er zwei Heimatländer hat: Deutschland und die Türkei.“ Soweit die Memminger Zeitung, die in ihrer Premierenkritik (19.3.) positiv über Stück und Inszenierung berichtet. Weiterlesen

„Transfer“ – neue Stücke aus Europa in Übersetzung

„Transfer“, unsere jährliche Übersetzerwerkstatt, wurde gestern, am So., 4.3.18 mit einer öffentlichen Lesung abgeschlossen. Ursula Bachhausen (Solingen), Lucas Franken (Bochum), Heide Fruth-Sachs (München), Margret Millischer (Wien), Katja von der Ropp (Berlin) und Johannes Schmid (Stockholm) stellten im Theaterhaus Frankfurt die von ihnen übersetzten Stücke vor und folgten dann der Lesung durch das Ensemble des Theaterhaus‘. Diese Veranstaltung sowie die Werkstatt fanden im Rahmen des 24. internationalen Theaterfestivals „Starke Stücke“ statt. Barbara Christ, erfahrene Übersetzerin und Mentorin, leitete die Arbeitsgespräche, die detailliert auf die Probleme der jeweiligen Übersetzungen eingingen. Über  Bedeutungen und Inhalte, Intentionen der Autor*innen  und kulturelle Eigenheiten wurde Wort für Wort, Satz für Satz diskutiert. Transfer18_Gruppe_Foto_Amelie VogelAn der Werkstatt nahmen teil (1. Reihe von links nach rechts): Katja von der Ropp, Ursula Bachhausen, Lucas Franken, Heide Fruth-Sachs, Margret Millischer und Johannes Schmid. Barbara Christ und Henning Fangauf stehen für die Seminarleitung. (Foto: Amelie Vogel) Weiterlesen

„Szenen machen“ – wie weiter?

Wir erinnern uns: mit „TAtSch“ – Theaterautoren treffen Schule und mit „Dialoge.“ – Szenisches Schreiben mit Jugendlichen führte das Zentrum nicht nur Veranstaltungen durch sondern gab Impulse für das szenischen Schreiben in Literatur- und Theaterpädagogik. Zwischen 2009 und 2015 fanden Autorenpatenschaften mit Schulen statt, ermöglichten wir Schreibwerkstätten mit Jugendlichen im außerschulischen Bereich und publizierten Fachbeiträge und Lesehefte mit Jugendstücken.  Angeregt durch diese Initiativen und einen immer größer werdenden Kreis von Künstler*innen und Pädagog*innen, die die Vorzüge des szenischen Schreibens mit Jugendlichen für die kulturelle Bildung erkennen, veranstaltete das Literaturhaus Stuttgart im März 2017 den Kongress „Szenen machen“. Die beiden Autoren und Schreiblehrer Lorenz Hippe und Thomas Richhardt konzipierten und leiteten die dreitägige Veranstaltung mit fast 100 Teilnehmner*innen.

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Gestern nun, am 8. Februar, kam die beiden zu einem Gespräch ins Zentrum, um mit Gerd Taube und Henning Fangauf über Chancen und Möglichkeiten, das Projekt fortzusetzen, zu diskutieren. Wie können die bisher gewonnenen Erfahrungen genutzt werden, welche Veranstaltungsformate braucht’s, wie finden Autor*innen und schreibinteressierte Jugendliche zusammen? Sowohl Zentrum als auch die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel wollen sich in den nächsten Jahren auf diesen Gebiet im Rahmen der Autorenförderung und der Beschäftigung mit dramatischen Texten und szenischen Prozessen engagieren. Ein angedachter Fachtag zum Thema soll 2019 Maßnahmen und Ziele für ein mögliches Modellprojekt ermitteln.

Die erste Leserunde ist eröffnet

Gestern haben sich im KJTZ in Frankfurt am Main die Mitglieder der Jury für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 zu ersten Mal getroffen, um sich für die weiteren vier Sitzungen im Jahr 2018 zu verabreden und selbstverständlich auch, um die eingesandten Vorschläge in ersten Augenschein zu nehmen.

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Auf dem Foto die Jurymitglieder Gerd Taube (KJTZ), Thomas Stumpp (Goethe-Institut), Viktoria Klawitter (Junges Theater Heidelberg), Christoph Macha (tja.theater.junge.generation Dresden) und Karola Marsch (THEATER AN DER PARKAUE. Junges Staatstheater Berlin) mit eingesandten Texten.

Das Lesefutter für die nächsten Wochen ist in diesem Jahr besonders umfangreich. 144 gültige Vorschläge sind eingereicht worden, das sind 45 % mehr als für die Preise vor zwei Jahren. So freuen sich die Juror*innen auf eine vielfältige Lektüre und wir sind alle gespannt auf die Entdeckungen, die wir machen werden und die wir dann mit der Veröffentlichung der Auswahllisten und der Nominierungen im Laufe des nächsten Jahres mit allen Interessierten teilen werden. Den Höhepunkt bildet die feierliche Preisverleihung am 1. November 2018 im Kaisersaal des Frankfurter Römers im Rahmen des 30. Frankfurter Autor*innenforums für Kinder- und Jugendtheater.

Doch bevor gefeiert werden kann, wird die Jury erst einmal lesen, streiten und entscheiden.

‚Nah dran!‘ geht weiter

Gute Nachricht aus Darmstadt! In seiner Sitzung am 6. November 2017 hat das Kuratorium des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt unserem Antrag auf Fortsetzung des Projektes ‚Nah dran!‘ zugestimmt. Damit können von 2018 bis 2020 jährlich bis zu vier Autorinnen und Autoren gefördert werden, die ein neues Stück in Zusammenarbeit mit einem Theater für Kinderpublikum entwickeln und schreiben. Die neuen Stücke werden durch die Kooperationstheater uraufgeführt. Besonders auffordern möchten wir die Autorinnen und Autoren sich mit kleineren und mittleren Theatern sowie freien Gruppen im ländlichen Raum zusammen zu tun um gemeinsam ein Stück zu entwickeln.
Die aktuelle Ausschreibung wird in wenigen Tagen veröffentlicht und ist dann auf unserer Website zu finden. Bewerbungsschluss wird der 1.4.2018 sein, die neuen Stücke sollten in der Spielzeit 2019/20, spätestens 1.6.2020, uraufgeführt werden.
‚Nah dran!‘ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum und dem Deutschen Literaturfonds.

Vorschlagsfrist für Preise endet in drei Tagen – Nur drei Schritte zum Vorschlag

Logo KJT-PreisBis zum 10. November 2017 sind noch alle deutschsprachigen Theaterverlage und Theater für junges Publikum eingeladen, ihre Vorschläge für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 einzureichen.

Die Vorschläge werden online auf www.kjtz.info eingereicht. Es sind nur drei Schritte bis zum gültigen Vorschlag:

  1. Das Online-Formular ausfüllen.
  2. Das Bühnenmanuskript als PDF online hochladen.
  3. Fünf gedruckte Exemplare des Bühnenmanuskripts bis 15.11.17 per Post an das KJTZ, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt senden.

Die Jury trifft sich am 5. Dezember 2017 zum ersten Mal und hofft auf vielfältiges und zahlreiches Lesefutter. Die Preise werden am 1. November 2018 im Rahmen des 30. Frankfurter Autor*innenforums für Kinder- und Jugendtheater verliehen.