Auftakt für Augenblick mal! 2019 mit der konstituierenden Sitzung der Kuratorinnen und Kuratoren

Kuratoren_im_KJTZ, 15.11.17

Die Kurator*innen Carsten Brandau, Ina Karr, Çığır Özyurt-Günnes, Eva-Maria Magel, Bianca Sue Henne und der Künstlerische Leiter von Augenblick mal! Prof. Dr. Gerd Taube

Heute trafen die Kuratorinnen und Kuratorinnen im Kinder- und Jugendtheaterzentrum in Frankfurt das ersten Mal zusammen um einander kennenzulernen und Themen und Fragen zu ihrer Kurator*innentätigkeit für Augenblick mal! 2019 zu besprechen.

Ab dem 1. Januar 2018 gehen sie auf Sichtungsreise. Sobald die ersten Inszenierungsvorschläge für Kinder- bzw. Jugendpublikum auf kjtz.info eingehen, werden sie bereits mit der Videosichtung der beginnen.

Die Kurator*innen haben wir bereits in KJTZ-Blog vorgestellt: zum Blogbeitrag

notiert von Annett Israel

 

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IKARUS 2017! – Auszeichnung für herausragende Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche wurde in Berlin verliehen!

von Annett Israel

Der Saal der Akademie der Künste am Hanseatenweg war am Montagabend, 13.11. 2017 für die festliche Preisverleihung gut gefüllt. Viele Berliner Theaterschaffende, Politiker*innen aller Senatsfraktionen, weitere Gäste und natürlich alle potentiellen Preisträger-Ensembles erlebten ein aufregendes Programm mit Szeneausschnitten aus allen nominierten Inszenierungen, das zeigte, auf welch hohem Niveau und wie divers in Erzählweisen und Ästhetiken auf Berliner Bühnen für junges Publikum derzeit gespielt wird.

Vergeben wird der IKARUS vom JugendKulturService Berlin unter der Schirmherrschaft des Schauspielers Axel Prahl. Eine Besonderheit ist sicherlich, dass neben der Joachim und Anita Stapel Stiftung, die die eine Hälfte des Preisgeldes von 5.000,- EUR bereitstellen, engagierte Berliner*innen die zweite Hälfte mit ihrer Spende beisteuern.

Die Preisjury erwählte die Preisträgerinszenierung aus acht Nominierungen:

Piraten, Piraten | Das Weite Theater | ab 4 Jahre
Zuhause | Zirkusmaria | ab 5 Jahre | Idee und Konzeption: Zirkusmaria
Akim rennt | compagnie toit végétal | ab 6 Jahre | nach dem Kinderbuch von Claude K. Dubois
Emil und die Detektive | ATZE Musiktheater | ab 6 Jahre | Thomas Sutter nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner
Aus die Maus | GRIPS Theater | ab 8 Jahre | Georg Piller, Nadja Sieger und Ensemble
Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt | Theater an der Parkaue | ab 10 Jahre | Finn-Ole Heinrich, Dita Zipfel
NASSER#7Leben | GRIPS Theater | ab 13 Jahre | Susanne Lipp nach Interviews mit Nasser El-Ahmad
Peng! Peng! Boateng! | Heimathafen Neukölln | ab 13 Jahre | Nach dem Buch „Die Brüder Boateng. Drei deutsche Leben zwischen Wedding und Weltfußball“ von Michael Horeni

And the Winner is … Peng! Peng! Boateng! vom Heimathafen Neukölln! Wir gratulieren!

Lesen Sie hier die Begründung der Jury für die Nominierung: Jurybegründung

Wir sind zurück! Das Theater an der Parkaue feiert den Wiedereinzug in das alte Domizil

Zwei Jahre dauerte der Umbau und die Sanierung des Hauses in Lichtenberg, bevor das Ensemble  jetzt an der Parkaue wieder komplett seinen Spielbetrieb aufnehmen konnte. Diesen Anlass feiern die Mitarbeiter*innen der Bühne mit ihren Zuschauer*innen in einer Eröffnungswoche, die am Freitag, den 10. November mit gleich zwei Premieren: „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende in der Regie des neuen Schauspieldirektors Volker Metzler und „In dir schläft ein Tier“ von Oliver Schmaering in der Regie von Hanna Müller begann. Kollegin Annett Israel war dabei. Am 18. November endet die Festwoche mit der Verleihung des Brüder Grimm Preises des Landes Berlin 2017 an den Autor Carsten Brandau und die Grips Produktion „Nasser#7Leben“.

11-17_Eroeff_ParkaueDer Teppich ist ausgerollt

 

Wir gratulieren zum Neubeginn am alten Standort!

Vorschlagsfrist für Preise endet in drei Tagen – Nur drei Schritte zum Vorschlag

Logo KJT-PreisBis zum 10. November 2017 sind noch alle deutschsprachigen Theaterverlage und Theater für junges Publikum eingeladen, ihre Vorschläge für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 einzureichen.

Die Vorschläge werden online auf www.kjtz.info eingereicht. Es sind nur drei Schritte bis zum gültigen Vorschlag:

  1. Das Online-Formular ausfüllen.
  2. Das Bühnenmanuskript als PDF online hochladen.
  3. Fünf gedruckte Exemplare des Bühnenmanuskripts bis 15.11.17 per Post an das KJTZ, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt senden.

Die Jury trifft sich am 5. Dezember 2017 zum ersten Mal und hofft auf vielfältiges und zahlreiches Lesefutter. Die Preise werden am 1. November 2018 im Rahmen des 30. Frankfurter Autor*innenforums für Kinder- und Jugendtheater verliehen.

„Genau hinsehen, Vielfältigkeit entdecken“

Dazu forderte Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, bei der Eröffnung des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater im Künstlerhaus Mousonturm auf.

Rein rechnerisch, so Ina Hartwig, werde die Bevölkerung Frankfurts alle 15 Jahre komplett ausgetauscht. Welcher Reichtum in dieser Dynamik und der Vielfalt der Stadtgesellschaft stecke, das gelte es herauszufinden. Und da die Frage nach dem Theater der Zukunft in Frankfurt ohnehin gerade mehr als aktuell sei, komme das Autorenforum mit seinem Thema zur rechten Zeit. (Mehr zur Debatte in Frankfurt unter dem Stichwort „Römerberggespräche auf nachtkritik.de)

Matthias Pees (Intendant des Mousonturms) benannte Kooperation und Kollaboration als Grundlagen seines Programms, das Impulse von Künstler*innen aufgreift, um offen für Zuschauer*innen jeden Alters zu sein.

Gerd Taube, Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, fragte nach dem künstlerischen Umgang mit Diversität und lud dazu ein, das Autorenforum als Ort der Recherche zu nutzen. Rund 100 Fachleute aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland folgen dieser Einladung noch bis zum 4. November.

 

 

 

 

„Was ich in den Denkraum mitbringe“ – Auf zum Autorenforum! Teil 6

Laura Mattes und Friederike Kemmether, Stipendiatinnen und Teilnehmerinnen des „Denkraums“ der dg:starter haben sich Gedanken gemacht: „Was ich in den Denkraum mitbringe“. Dieser findet im Rahmen des 29. Frankfurter Autorenforums am Fr., 3.11., 12.00 Uhr statt. Herzliche Einladung zum Mitdiskutieren.

Achtung BühneFriederike Kemmether denkt beim Nordseeurlaub über Schauspieler und Junge Akteure nach:

Schauspieler
Eine Schauspielerin geht mir nicht aus dem Kopf. Allein mit der Körperlichkeit ihres Spiels hat sie geschafft, mich an etwas zu erinnern, wozu ich in mir selbst den Kontakt verloren hatte. Etwas ist in mir wieder munter geworden, etwas, von dem ich zu vergessen drohte, dass es menschen-möglich ist und bleibt. Wie kann man sich denn als Schauspieler „berechtigt“ fühlen? Für wen ist man es: im „Konzert“ des menschlichen Miteinander die Gabe zu besitzen und als Leistung einzubringen, Gefühle zu entfachen, zum Mitfühlen anzustiften, es wieder bewußt zu machen. Weil so vieles nicht selbstverständlich ist, nicht von vornherein und beständig vor- und zuhanden. Was braucht es eigentlich so an Menschlichem, um sich als Mensch zu fühlen – und sich als Mensch zu geben? Habe ich das eigentlich noch „drauf“: aufrechten Gang, gleichmäßiges Stehen, jemanden richtig Anschauen, einen Satz über die Lippen bringen, die Gabel zum Munde führen. Im Theater erinnere ich mich an den Menschen und das Menschliche (auch in der Hülle des Unmenschlichen). Ich werde meiner eigenen Vereinzelung gewahr, und unser aller Gemeinschaftlichkeit.
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