Kultur mit allen?!

Eindrücke von einer Fachtagung zur Kulturellen Bildung in der Migrationsgesellschaft

Das Justus-Liebig-Haus in Darmstadt ist voll. Das Thema der Veranstaltung der KulturRegion FrankfurtRheinMain und der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen ist offenbar sehr vielen Menschen ein Anliegen. „Kultur und Kulturelle Bildung können nicht mehr von einer homogenen Mehrheit aus gedacht werden, die Zuordnungen in „Wir und die Anderen“ werden obsolet“ lese ich im Flyer zur Veranstaltung, die sich an Akteur*innen und Expert*innen aus allen Kultur- und Bildungsbereichen, der interkulturellen Arbeit und der Verwaltung richtet, über 200 Teilnehmer sind ihr gefolgt.

Migrationsgeschichte als Familiengeschichte

Der einführende Impuls zum Thema der Veranstaltung wird aus der Perspektive des „Kindes eines Gastarbeiters“ gehalten, wie sich Dr. Manuel Gogos von der Agentur für geistige Gastarbeit bezeichnet. Weiterlesen

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Happy New Ears Festival – Experimentierraum „innen + außen – DAS HÖRBARE SICHTBAR MACHEN“ mit Matthias Hinke

Ein Beitrag von Hannah Antkowiak – Stipendiatin, Studentin des M.A. Konzert- und Musiktheaterdramaturgie, Folkwang Universität der Künste

Experimentierraum, was passiert dort? – Diese Eingangsfrage ist nie in Worten erklärt worden, unausgesprochener Tagesgrundsatz war: Einfach Tun!

Dieses Tun wuchs in drei Schritten nach weit offener Anleitung:

  1. Einen Ausschnitt unserer Umwelt finden, sehen, wahrnehmen, hören, assoziieren. Diesen Ausschnitt klanglich inszenieren.Wir suchen uns ein Bild, das wir in einem Blick erkennen und wahrnehmen können, einen fest definierten Ausschnitt. Was hören wir, was könnten wir hören, wie verknüpfen wir uns selbst als Menschen klanglich mit unserer Umwelt?

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Happy New Ears Festival – Kunst ist keine Frage des Alters, sondern der Neugier

Diese Eindrücke stammen von einer Teilnehmerin aus der Stipendiatengruppe.

Die Türen öffnen sich und eine Gruppe Kinder betritt mit ihren Eltern zaghaft den Raum. Die Nervosität besteht auf beiden Seiten, wir haben uns im Raum verteilt und warten mit unseren Instrumenten. Wir haben nichts geübt, kein Konzept, nur die vorbereitenden Übungen mit denen uns Karel und Astrid in der kurzen Zeit darauf vorbereitet haben, was uns jetzt erwartet. Auch sie sind nervös, denn sie haben dieses Experiment noch nie mit so vielen Musikern durchgeführt. Die ersten Cellotöne erklingen und die Gruppe der Zuschauer hat sich nun erst mal vorsichtig im Eingangsbereich platziert. Ein Mädchen aber durchschreitet neugierig den Raum um dann wieder in die Sicherheit der Gruppe zurückzukehren. Nach und nach trauen sich mehr Kinder, mal alleine, mal in Begleitung ihrer Eltern, den Ärmeltunnel und das klingende Bambusgestell, das mit Stoffbahnen und mit Klanghölzern bestückt ist, zu erkunden. Weiterlesen

Happy New Ears Festival. Stipendiaten bloggen über das Mannheimer Festival

„WONACH LOHNT ES SICH ZU FRAGEN? WO IST ES RICHTIG ZU FRAGEN?“ Angeli Janhsen stellt diese Fragen in ihrem Fragenbuch „Kunst selbst sehen“ (Freiburg, 2013) und sie antwortet auch: „Es ist nicht sicher, ob Fragen immer und überall richtig sind. Manchmal gibt man sich und der Kunst vielleicht nur Zeit und bedrängt sie nicht. Manchmal ist vielleicht alles klar. Manchmal muss man fragen, um weiter zu kommen, manchmal nicht. Parzival hatte es versäumt, den leidenden Amfortas zu fragen, er hatte nicht verstanden, dass er fragen musste, dass nur so das leiden beendet wurde. Lohengrin dagegen verbietet es Elsa,  ihn zu fragen – und wirklich verliert sie dann mit ihrer Frage ihren Mann. Wie ist zu entscheiden, wo Fragen richtig sind und wo nicht?“

Auf der Suche nach den richtigen Fragen zum Musiktheater für junges Publikum begleiten 12 Stipendiat*innen das Festival und den Kogress Happy New Ears in Mannheim. 14 Inszenierungen aus ganz Europa bieten den praktischen Bezug und drei Kongresstage eine theoretische Grundlage zum Thema. Weiterlesen

Gesprächsrunde zur künstlerischen Theaterarbeit mit Kindern

02.11.2016 19:30 Uhr Frankfurt LAB

Am Mittwoch, den 2.11. um 19.30 lädt das Künstlerhaus Mousonturm im Frankfurt LAB zu einer Video Präsentation und anschließender Gesprächsrunde zu der Produktion „Five Easy Pieces“ von Milo Rau, IIPM und dem Produktionshaus Campo ein, der Eintritt ist frei. Im Gespräch nach dem Aufführungsvideo diskutieren Stefan Bläske (Dramaturg der Produktion), Peter Seynaeve und Kristof Bloom (CAMPO) zusammen mit Anna Eitzeroth (Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland), Matthias Pees (Intendant Mousonturm) und weiteren Beteiligten über rechtliche Problematiken und gesellschaftliche Fragen im Bereich künstlerischer Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen die weit über die aktuelle Situation hinausreichen.

Die kontrovers diskutierte Produktion „Five Easy Pieces“ sollte ursprünglich vom 2.-4.11. live im Künstlerhaus Mousonturm gezeigt werden, musste aber abgesagt werden, da die entsprechende Auftrittsgenehmigung für die beteiligten Kinder nicht erteilt wurde.

Die kontroverse Diskussion lässt sich u.a. an den Kommentaren zum Beitrag über die Produktion auf Nachtkritik nachvollziehen.

Wach geblieben: 7. Deutsches Kinder-Theater-Fest am Theater der Jungen Welt geht erfolgreich zu Ende

Über 140 Kinder zwischen acht und 14 Jahren haben im Rahmen des 7. Deutschen Kinder-Theater-Fests am Theater der Jungen Welt in Leipzig vier Tage lang gemeinsam gefeiert, Theater gespielt und Theater geschaut. Ein Höhepunkt war das internationale Gastspiel der Gruppe Image Aiguë aus Leipzig Partnerstadt Lyon, die ihr Stück »Folie« gezeigt haben. Am Samstag ging das Fest zu Ende.
Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Zum Auftakt starteten Kinder und
Erwachsene eine Riesenkissenschlacht auf der Roßmarktstraße. Weiterlesen

Wege ins Theater -letzte Antragsfrist am 30.09.2016

 

Am 30.09.2016 ist die vorerst letzte Frist für die Einreichung von Projektskizzen für Wege ins Theater, das Programm der ASSITEJ im Rahmen des BMBF- Bundesprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung. Wege ins Theater! fördert außerschulische Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren, die mit Bildungsbarrieren konfrontiert sind. In den Projekten können verschiedene Aspekte von Theater vorkommen: Rezeption von Theaterkunst und die Diskussion darüber, spielerische Theaterpraxis, Gestaltung von Rahmenprogrammen und vieles mehr. Ziel des Programms ist es, Kinder und Jugendliche zu erreichen, die sonst keinen Zugang zu Theatern haben und Ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, sich (z.B. als Theaterscouts) aktiv einzubringen.

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