Premieren-Video der Reihe „DisPlay – 5 virtuell-performative Begegnungen“: Hannah Auer und Ates Yilmaz

Virtuelle Spielzeit mit+abstand: Kategorie [zu+hören]

Foto_DisPlay1Fünf Jugendliche arbeiten jeweils im Tandem mit eine*r Künstler*in. Sie erstellen ästhetische Konzepte, sind Regisseurinnen, geben Impulse und treffen Entscheidungen. Die Paare treffen sich im Netz, am Telefon, hinterlassen an verabredeten Orten Botschaften oder begegnen sich live mit Abstand um gemeinsam eine maximal fünf minütige Performance zu entwickeln. Jeden Freitag um 18 Uhr wird hier ein neues Ergebnis zum Anschauen oder Anhören veröffentlicht. Den Beginn machen Hannah Auer und Ates Yilmaz, der von seiner Klarinette angerufen wird, weil sie endlich wieder ein Konzert spielen möchte. In Hier ist es schön geht es um die Sehnsucht nach Publikum, nach gemeinsamen Musizieren und vor allem nach Live-Begegnung. Das Video Glitzer oder Von der Möglichkeit, meine Rolle zu bestimmen (15. Mai) von Sara Bursac und Leandra Enders eröffnet eine trashige Traumwelt und reflektiert dabei Identität und Rollenbilder in der Realität. Der Ausgangspunkt für I contact (22. Mai) war Anna Ryschkas Beobachtung, dass im Videochat kein Augenkontakt möglich ist. Mit dieser Leerstelle sowie der Rolle der Kamera und deren Blick in der Choreografie beschäftigt sie sich mit Jorge Soler Bastida. In Corontina time (29. Mai) verlassen Tiere den Wald, um in der Stadt nach Nahrung zu suchen, während Menschen sich in der Natur nach Freiheit sehnen. Die Traumbilder erzählen auch von Einsamkeit in Zeiten der physischen Distanz. Zum Abschluss der DisPlay-Reihe entsteht eine Arbeit zum Anhören: Luisa und Rebekka lieben beide Musik, dokumentieren ihr gegenseitiges Kennenlernen und komponieren ohne einander live zu begegnen. In Mein Biorhythmus ist relativ non-existent (5. Juni) erforschen sie dabei die Frage, was Freundschaft in physischer Abwesenheit ausmacht.

Virtuelle Premieren hier auf dem Blog: jeweils um 18 Uhr.


von Catharina Guth

Die erste Folge der Reihe DisPlay ist das Videoprojekt Hier ist es schön von Hannah Auer und Ates Yilmaz:
Bei der ersten konzeptionellen Videokonferenz war sich das Team aus Hannah Auer und Ates Yilmaz, in Begleitung von Catharina Guth, schnell einig, dass die momentane „coronabedingte“ Situation irritierend bis verstörend ist. Und wir alle selbst gefordert sind uns zu orientieren, ob wir es gerade als Krise oder Chance betrachten möchten. In jedem Falle weckt diese Zeit auf und stellt Fragen: Wie werden wir Menschen uns künftig auf der Straße begegnen? Vielleicht gar nicht mehr, weil wir lieber aus Vorsicht die Straßenseite wechseln? Und wohin wird sich diese körperliche und soziale Distanz entwickeln? Wie lange wird es dauern, bis wieder auf den Bühnen gespielt wird? Bis wir wieder Schulter an Schulter im Theatersaal sitzen werden? Und wenn wir es wieder dürfen, ist es uns dann noch möglich?

Den Programmflyer findet Ihr hier: Hier ist es schön_Programmflyer

Besetzung:
Darsteller*innen und Kamera: Klarinette und Ates Yilmaz
Regie, Videobearbeitung: Hannah Auer
Klavierbegleitung: Erika le Roux
Musiktitel: Sergej Rachmaninoff/Lied op. 21, Nr. 7 „Zdes‘ khorosho“ (Hier ist es schön), Klezmer traditionell/Let’s be happy
Dramaturgische Begleitung: Catharina Guth
Gesamtdramaturgie DisPlay und Konzepttext: Katrin Maiwald
Porträtzeichnung: Matteo Bohn


Den kompletten Spielplan mit+abstand findet Ihr HIER.
BMFSFJ_2017_Office_Farbe_deDie Rechte liegen bei den Künstler*innen.
Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitgliedsbeiträgen der ASSITEJ.

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