Nachhaltigkeit im Theater – mehr als Mülltrennung hinter der Bühne?

von Meike Fechner


Am 29. November haben Fridays for Future-Demonstrationen in ganz Deutschland wieder zum Nachdenken und Handeln angeregt und viele Theatermacher*innen waren und sind weiterhin dabei, wenn es um ein Umdenken in der Politik, aber auch im eigenen Alltag geht.

Auch in der ASSITEJ, dem Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland, ist Nachhaltigkeit ein Thema. Auf internationaler Ebene wird deutlich, wie viele Aspekte des Zusammenlebens in den 17 Nachhaltigkeitszielen angesprochen werden und wie unterschiedlich die Perspektiven und Handlungsoptionen sind. Mit der aktuellen Ausgabe von IXYPSILONZETT (2/2019) und ihrem Titel Junges Theater for Future. Wie gestalten Theatermacher*innen Zukunft? haben wir uns schon in die Diskussion eingemischt: We’re fucked?

Wir laden schon jetzt ein zur ASSITEJ Werkstatt Nachhaltigkeit am 10. Oktober 2020 in Wolfenbüttel. Die Teilnahme ist für Mitglieder kostenlos: am besten gleich anmelden!

20190915_143739Zugleich geht es darum, ganz konkret, heute, irgendwo und irgendwie anzufangen. So denkt zum Beispiel das GRIPS Theater in Berlin über ein Umweltmanagement im Theater nach. In einem E-Mail-Austausch mit Anna-Sophia Fritsche, die ehrenamtlich auch Sprecherin des Arbeitskreises Ost in der ASSITEJ ist, haben wir einige Links gesammelt, die wir nicht für uns behalten möchten:

Das Netzwerktreffen zum Förderprogramm Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes stellte das Thema in den Mittelpunkt:

  • Die KSB ist EMAS-zertifiziert, was sie dazu anregt, nachhaltig vorzugehen. Nachhaltig zu denken empfiehlt sie auch Gruppen, die über sie gefördert werden.
  • Es gab dort eine Skype (! – ohne Reiseemissionen) Keynote Speech von Feimatta Conteh vom Arcola Theater London. Sie ist dort Nachhaltigkeitsmanagerin und beschreibt in einem Blogbeitrag den Prozess
  • Eine weitere Keynote kam von Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung
  • Impulse gab’s z. B. von Annett Baumast (baumast. kultur & nachhaltigkeit), Philip Steimel oder der Hanseatischen Materialverwaltung

Tobias Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und Mitglied des Kuratoriums des KJTZ, bringt die Dinge auf den Punkt:

„Nach Überzeugung der Kulturpolitischen Gesellschaft meint Kultur auch die Art und Weise, wie Menschen leben wollen und können. [Ich fordere] die Kulturpolitiker*innen des Bundes, der Länder und der Kommunen angesichts der drohenden Klimakatastrophe dazu auf, ihre kulturpolitischen Strategien konsequent an den Kriterien des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit auszurichten! […]
Wir richten unseren Appell jedoch nicht nur an die Kulturpolitik, sondern auch an die Kulturschaffenden und an ihre Einrichtungen und Organisationen. Mit ihrer Überzeugungskraft und ihrem Einspruch wird sich auch im Umweltbewusstsein der Menschen und der Kulturpolitik etwas bewegen lassen. Sie können die Triebkräfte und Mechanismen hinter der Wachstumslogik sichtbar machen und jene Bilder vom nachhaltigen und gelingenden Leben schaffen, die wir jetzt umso mehr benötigen.“

Wir freuen uns auf den weiteren Austausch dazu!

 

Ein Kommentar

  1. Danke!

    Meike Fechner
    Geschäftsführerin

    ASSITEJ e.V. Bundesrepublik Deutschland
    Schützenstraße 12
    60311 Frankfurt am Main

    Tel.: +49-69-291538
    Fax: +49-69-292354
    m.fechner@kjtz.de

    http://www.assitej.de I http://www.kjtz.de I http://www.assitej-international.org
    Informationen zum Datenschutz finden Sie hier: https://www.assitej.de/datenschutz/
    Sollten Sie von uns Informationen erhalten, die Sie nicht erhalten möchten, teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir Ihre Daten löschen können.
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