ASSITEJ Preisverleihung 2019

von Meike Fechner


Augenblick mal! 2019
Foto: Renata Chueire

Die ASSITEJ e.V., das Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland, verlieh am Abend des 10. Mai 2019 im Rahmen des Augenblick mal! Festivals des Theaters für junges Publikum im GRIPS Theater am Hansaplatz die ASSITEJ Preise für besondere Verdienste um das Theater für junges Publikum und die ASSITEJ Veranstalterpreise für engagierte Gastspielorganisator*innen. In jeder der zwei Preiskategorien wurden drei Personen geehrt.

Der seit 1991 alle zwei Jahre verliehene ASSITEJ Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die in besonderer Weise für die Förderung des Kinder- und Jugendtheaters eintreten.
Brigitte Dethier, Vorsitzende der ASSITEJ als Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland und Intendantin des Jungen Ensembles Stuttgart, hob die besondere Bedeutung der Preise hervor:
Die Darstellenden Künste für junges Publikum sind elementarer Bestandteil der Theaterlandschaft in Deutschland. Diejenigen, die wir heute ehren, machen diese Tatsache in ihrem Alltag greifbar.

Mit dem ASSITEJ Preis für besonderes Engagement für das Kinder- und Jugendtheater wurden geehrt:
Henning Fangauf, Dramaturg und langjähriger Mitarbeiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, für sein „Lebenswerk der vergangenen 30 Jahre“. Henning Fangauf wurde für das Schaffen von Beziehungen zwischen den Theaterlandschaften verschiedener Länder, die kontinuierliche Förderung künstlerischen Nachwuchses und sein großes Engagement für die Förderung von Autorinnen und Autoren des Kinder- und Jugendtheaters geehrt.
Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NordrheinWestfalen, für ihr Schaffen „konsequenter Verbindungslinien zwischen Kultur und kultureller Bildung, zwischen Bildung und Kunst, zwischen Kunstproduktion und Finanzierung.“ Isabel Pfeiffer-Poensgens politisches Handeln für die gleichberechtigte Förderung und die bessere finanzielle Ausstattung der freien Kinder- und Jugendtheater, der Landesbühnen, wie auch der jungen Sparten an Stadt- und Staatstheatern wurde ebenso gewürdigt, wie die deutliche Erhöhung des Kulturetats des Landes und der begleitende dialogische Prozess mit den Akteuren. Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen nahm den Preis stellvertretend für die Ministerin entgegen.
Wolfgang Schneider, Professor für Kulturpolitik und UNESCO Chair of Cultural Policy for the Arts in Development an der Universität Hildesheim sowie Vorsitzender des Fonds Darstellende Künste für sein Engagement und visionäres Streiten für das Theaters für junges Publikum, in Deutschland und weltweit. Sein ehren- und hauptamtliches Engagement für Verbindungen zwischen Forschung und Praxis zeigen sich in verschiedenen Programmen zum Dialog, in welchen er die Relevanz des Kinder- und Jugendtheaters und die Forderung nach Teilhabe an Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche zu einem zentralen Anliegen gemacht hat.

Bianca Sue Henne (ASSITEJ Vorstand, Junges Mecklenburgisches Staatstheater Parchim) betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung des seit 2003 verliehene ASSITEJ Veranstalterpreises:
All diejenigen, die vor Ort das Programm für ihr Publikum planen, tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. In ihrem Arbeitsalltag räumen sie den Darstellenden Künsten für junges Publikum einen zentralen Platz ein, setzen Qualitätsstandards und leisten so einen wesentlichen Beitrag für die Teilhabe von jungen Zuschauer*innen an Kunst und Kultur.

Mit dem ASSITEJ Veranstalterpreis für hervorragende Gastfreundschaft und Gastspielorganisation eines qualitätsvollen Theaterprogramms für junges Publikum wurden geehrt:
Katharina Lienau / Lessing Theater Wolfenbüttel 
Für ihr umfassendes und liebevolles Engagement für das junge Publikum, ihren hohen Qualitätsanspruch und ihr respektvolles Willkommen gegenüber gastierenden Ensembles, das sich im vielfältigen ganzjährigen Programm sowie der Zusammenarbeit des Theaters mit allen Schulformen und Stadtteilen zeigt.
Tim Sandweg / Schaubude Berlin
Für sein herausragendes Engagement für das zeitgenössische Figuren- und Objekttheater, insbesondere für junges Publikum und das besondere Profil der Berliner Schaubude als Schaufenster und Ort des theatralen Forschens und Austauschs, der ästhetische mit politischen und gesellschaftlichen Fragen verbindet.
Johanna Kiesel / Stadt Eschborn
Für ihr programmatisches Engagement im kontinuierlichen Kontakt mit Schulen und Kindergärten in ihrer Tätigkeit als Kulturreferentin der Stadt Eschborn. Sie versteht diese als Auftrag, eine theaterbegeisterte Stadtgesellschaft zu schaffen, in der die Kunst und die Darstellenden Künste für junges Publikum aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Die Jury zum ASSITEJ Preis und zum ASSITEJ Veranstalterpreis 2019 besteht aus Brigitte Dethier (Vorsitzende der ASSITEJ e.V., Intendantin Junges Ensemble Stuttgart), Jutta M. Staerk (Stellvertretende Vorsitzende ASSITEJ e.V., künstlerische Leiterin COMEDIA Theater Köln) und Prof. Dr. Gerd Taube (Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt am Main).

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