Wie war eigentlich… die Werkstatt „Transfer“ für Übersetzer*innen? Teil 3 von 5: Zuzana Finger

Ein Wochenende voller… Zwiebeln in Hülle und Fülle? Fetischhunde? Superheldinnen? Papageien und Justizminister? Dämonen und gezählter Kühe? Das gibt’s nur bei der Werkstatt Transfer Kinder- und Jugendtheater in Übersetzung. Das KJTZ veranstaltete vom 21. bis 25. März zum vierten Mal die Übersetzer*innenwerkstatt im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals für junges Publikum Rhein-Main Starke Stücke, in Zusammenarbeit mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain und mit Unterstützung durch den Deutschen Übersetzerfonds.

Hier bloggen in den kommenden Wochen die diesjährigen Teilnehmer*innen der Werkstatt Wolfgang Barth, Friederike von Criegern, Zuzana Finger, Barbara Neeb und Gundula Schiffer über ihre Eindrücke der Werkstatt und ihre übersetzten (Theater-)Texte und Projekte.


von Zuzana Finger

Beim Übersetzen arbeitete ich still und allein. Beim Theaterübersetzen jedoch fangen die Figuren miteinander zu reden an, und ich bin mittendrin, in dieser zum Leben erwachten und miteinander agierenden Gesellschaft. Und wenn ich sie dann eines Tages auch noch auf der Bühne sehe, bin ich glücklich. Das ist für mich der Zauber einer gelungenen Theaterübersetzung. Aber bis dahin ist es ein langer Weg, und der führt durch die präzise Arbeit am Text. Die Transfer-Werkstatt unter der Leitung von Barbara Christ hat diesen oft so steinigen und dornigen Weg geebnet und am Ende hielt ich den von Barbara durchgesehenen und mit den verständnisvollen Übersetzerkolleg*innen besprochenen Text in den Händen, der hoffentlich bald an sein Ziel gelangt: ins Kindertheater.

Finger, Zuzana_Foto_Katharina Spatola
Foto: Katharina Spatola

Wie das Kinder- und Jugendtheater heute gestaltet wird, von welchen Themen es bewegt wird und wie man die kleinen und die kleinsten Zuschauer*innen erreicht, konnten wir als Gäste des Festivals Starke Stücke erfahren. Ich genoss es, von ganz jungen Menschen im Theaterbus kritisch und reflektiert durch Frankfurt geführt zu werden, ich erschrak, durch teilnahmslose Roboter ersetzbar zu sein und ich freute mich beim Anblick eines netten Bärengesichts. Ich habe erfahren, welche neuen, kreativen Verbindungen Texte mit Musik, Bildern und Tanz eingehen. Das ist der Zauber der Theateraufführungen, und fürs Theater übersetze ich (insgeheim) am liebsten.

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