Kindertheater braucht Kulturpolitik

Theater für junges Publikum ist nicht Schule mit anderen Mitteln, Theater für junges Publikum braucht aber Schule als ästhetische Bildungs-Anstalt, damit Theater für ein junges Publikum in 50 Jahren alle Kinder und Jugendliche erreicht, von der ersten bis zur letzten Klasse.

Eine Gesellschaft, die jährlich fast drei Milliarden Euro öffentlicher Mittel in eine Theaterlandschaft investiert, die sich selbst als Weltkulturerbe sieht, muss endlich Kulturpolitik und Bildungspolitik zusammen denken und dafür Sorge tragen, dass Theater als Schulfach curricular verankert wird, dass Theaterbesuche integraler Bestandteil von Unterricht werden und dass schulische und außerschulische Theaterpädagogik kreative Teilhabe ermöglichen.

Die Kinder- und Jugendtheater in Deutschland sind die Garanten für eine umfassende Reform der Darstellenden Künste, weil sie sich als Laboratorium der sozialen Fantasie verstehen, an ihren Zuschauern nah dran sind und ihrem Auftrag sich verpflichtet fühlen, interdisziplinär, interkulturell und international Produktion, Distribution und Rezeption zu pflegen.

Professor Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Vorsitzender der ASSITEJ Deutschland, Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche

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