Jan Friedrich: Mein ideales Kinder- und Jugendtheater

Jan Friedrich

Jan Friedrich

„Ich denke ein Problem vieler Kinder- und Jugendtheater ist die direkte Abhängigkeit der Spielstätten von den Schulen bzw. Lehrern, über die das junge Publikum letztendlich akquiriert werden muss. Will ein Stück kommerziell erfolgreich sein, muss es neben den Kindern und Jugendlichen auch immer dem pädagogischen Anspruch einer erzieherischen Erwachsenenwelt entsprechen.

Kontroverses Theater, das Kindern und Jugendlichen unkonventionelle Auseinandersetzungen anbietet, Ethik und Moral hinterfragt oder neue Formen ausprobiert, hat es von vornherein schwer. Der Gefälligkeitsdruck ist sehr hoch in dieser Sparte, die Theaterkünstler im Spagat, ihr junges Publikum ernst nehmen zu wollen, andererseits aber auch ständig den Moralvorstellungen der Lehrer und Eltern zu entsprechen. Der Widerspruch zwischen Kunst und Pädagogik wird zum Kompromiss auf Kosten der Kunst.

Ideal fände ich Formate, in denen die Häuser Lehrer und Eltern zum Gespräch über Erwartungshaltungen und Theaterrezeption einladen. Ich wünsche den Kinder- und Jugendtheatern mehr Autonomie, einen größeren Handlungsspielraum, eine bessere Subventionierung und allen Künstlern und Pädagogen viel Mut, Kindern und Jugendlichen auch mal was zuzumuten.“

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