„Making Mandela“ und andere Ausflüge

drama for lifeDas Wochenende haben die Organisatoren des Weltkongresses in Kooperation mit „Drama for life“ (Das Logo ähnelt dem Augenfüßler von Augenblick mal!) genutzt, um Ausflüge in verschiedene Townships zu machen: Professionelle Produktionen wie „Making Mandela“, „Obisike“ und „Our House“ wurden dort ebenso gezeigt wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort. Die Geschichte Südafrikas und sein Alltag werden so sichtbarer als auf den Wegen durch Downtown.

Im District Six Homecoming Center wurden Bücher und unser englischsprachiges IXYPSILONZETT präsentiert – rundherum die Erinnerungen, Geschichten, Fotos und Rezepte der ehemaligen Bewohner, die vor 50 Jahren aus diesem Stadtteil vertrieben worden waren.

Dialogue – The Community Performance Network“ ist überall dabei, macht Fotos, befragt und schreibt, um alle Aktivitäten umfassend zu präsentieren. Das passt zur heutigen Präsentation der ASSITEJ International Archives, die seit 1990 in Frankfurt gepflegt werden.

IXYPSILONZETT ist auf Deutsch und Englisch online: http://www.jugendtheater.net.

Mülheimer KinderStücke Preis

Heute, 19.5.17, 14.21 Uhr stand die Entscheidung fest: die Berliner Dramatikerin Tina Müller erhält den Mülheimer KinderStücke Preis 2017. Aus-

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Foto: Sebastian Hoppe

gezeichnet wird sie für ihr Stück „Dickhäuter“, das vom Theater Fallalpha Zürich uraufgeführt und in Mülheim gezeigt wurde. Die Autorin teilt sich den Preis, so gab sie in einer kurzes Dankesansprache bekannt, mit dem Ensemble und der Regisseurin Brigitta Soraperra.

Lou ist neu in der Klasse, eine Situation, die Angst macht, aber auch Lous Phantasie beflügelt. Ist sie ein Nashorn, das in den Zoo gehört, ein Dickhäuter? Die Jury, der Florian Fiedler, Thomas Irmer und Iwona Nowacka angehörten, lobten die sprachliche Qualität, den Metaphernreichtum und die gemeinschaftstiftende Aussage des Stückes.

Das Zentrum gratuliert der Autorin, die 2008 mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet wurde, sehr herzlich. Weitere Informationen unter http://www.kinderstuecke.de

ASSITEJ Weltkongress in Kapstadt eröffnet

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Die Eröffnung des 19. Weltkongresses der ASSITEJ, der erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, was bunt und bewegend. Das Kinder- und Jugendtheater hier und weltweit ist weiblich: Die Gäste aus aller Welt wurden von Yvette Hardie (Präsidentin der ASSITEJ International und der ASSITEJ Süfafrika), Marisa Gimenez Cacho (Generalsekretärin aus Mexico) und verschiedenen politischen Repräsentantinnen begrüßt. Die eingeladenen Produktionen aus Südafrika zeigten Ausschnitte ihrer Arbeiten und die Moderatorin wechselte nicht nur Kleider und Schuhe, sondern nutzte auch ein Smartphone statt Moderationskarten. Empowerment spielt hier eine große Rolle, die Vielfalt Afrikas ebenso. Erst vor zehn Jahren wurde die ASSITEJ in Südafrika gegründet und hat – passend zu ihrem Slogan „Changing the world one child at a time“ schon jetzt sehr viel erreicht.

Twitter, Instagram und Facebook werden aktiv genutzt: #cradleofcreativity

„Anfall und Ente“ – SPIELPLATZ und ‚Nah dran!‘ Zwei Premieren am Bodensee

 

_DSC3228Am letzten Sonntag, dem 7. Mai 2017, war das Theater Konstanz ganz auf Kindertheater gepolt. Um 15.00 Uhr fand am Jungen Theater die Uraufführung „Anfall und Ente“ der Hamburger Autorin Sigrid Behrens statt. Das Stück entstand dank der Förderung durch das ‚Nah dran!‘ Projekt in Zusammenarbeit zwischen der Autorin und dem Theater. Diese Zusammenarbeit wurde 2015 von Sarah Wiederhold, damalige Leiterin des Jungen Theaters, initiiert  und von Philipp Teich (Dramaturgie) und Ingo Putz (Regie) nun zur Premiere gebracht. Das Premierenpublikum jubelte! Textbücher gibt’s ab sofort beim Drei Masken Verlag in München. Ingo Putz stellte sich mit dieser ersten und gelungenen Inszenierung als neuer Leiter des Jungen Theater in Konstanz vor. Und dass “Anfall und Ente“ sich zeitgleich im Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarktes befand (eines von 6 aus 92) setzte dem Stück und dieser für das Kindertheater neuen Autorin die Krone auf. „Anfall und Ente“ ist Sigrid Behrens erstes und gewiss nicht letztes Kinderstück. Auf dem Foto von Bjørn Jansen https://bjoernjansen.com/ sind zu sehen Jana Alexia Rödiger und Sebastian Haase. Weiterlesen

ASSITEJ Preise 2017

Ehrung für engagierte Künstler*innen des Kinder- und Jugendtheaters

Am 27. April 2017 wurden im GRIPS Theater am Hansaplatz die ASSITEJ Preise für besondere Verdienste um das Theater für junges Publikum und die ASSITEJ Veranstalterpreise für engagierte Gastspielorganisator*innen verliehen.In zwei Preiskategorien wurden je drei Personen oder Institutionen geehrt.

Mit dem ASSITEJ Preis für besondere Verdienste um das Kinder- und Jugendtheater werden geehrt:

–          Rudolf Herfurtner (München) für sein Werk als Autor unterschiedlichster Genres in den Dramatischen Künsten für junges Publikum

–          Andrea Gronemeyer (Nationaltheater Mannheim) für ihre Impulse zum zeitgenössischen Musiktheater für Kinder und Jugendliche

–          Theaterwerkstatt Pilkentafel (Flensburg) für ihre langjährige Theaterarbeit sowie für ihr zukunftsweisendes Konzept, das einen etablierten Kulturort für neue Künstlergenerationen öffnet und ihn grenzüberschreitend definiert. Elisabedeth Bohde, Thorsten Schütte, Analea Dörre und Manuel Melzer nahmen den Preis entgegen.

Mit dem ASSITEJ Veranstalterpreis für hervorragende Gastfreundschaft und Gastspielorganisation eines qualitätsvollen Theaterprogramms für junges Publikum werden geehrt:

–          Die Ernsting Stiftung / Alter Hof Herding als Träger des konzert theater coesfeld, vertreten durch Dr. Ulrike Hoppe-Oehl und Bettina Maurer, verantwortlich für das Kindertheaterprogramm

–          Wolfgang Barth von den Bürgerhäusern Dreieich

–          Katja Spieß vom FITZ Zentrum für Figurentheater in Stuttgart

Wolfgang Schneider, Vorsitzender der ASSITEJ e.V., hob hervor, wie wichtig in einer sich wandelnden Theater- und Kulturlandschaft persönliches Engagement ist. Die Preisträger stehen für ihre Ideen und Ideale ein. Sie bringen Förderern und politischen Entscheidern Theaterkunst als kulturelle Bildung näher und schaffen Gestaltungsspielräume in Kultur und Gesellschaft. Er sagte „Die ASSITEJ nutzt die Öffentlichkeit des Festivals „Augenblick mal!“, um die visionäre Kraft der darstellenden Künste sichtbar zu machen. Es geht um die gesellschaftliche Herausforderung, Zugänge zu Kultur für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

Wolfgang Schneider begrüßte gemeinsam mit Philipp Harpain, Leiter des GRIPS Theaters, rund 300 Gäste, die zu Ehren der diesjährigen ASSITEJ Preisträger*innen nach Berlin gekommen waren. In der Jury zum ASSITEJ Preis und zum ASSITEJ Veranstalterpreis sind Brigitte Dethier (Junges Ensemble Stuttgart), Prof. Dr. Wolfgang Schneider und Prof. Dr. Gerd Taube (Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland) vertreten. Vorschläge für die Preise, die seit 1991 alle zwei Jahre beim Festival „Augenblick mal!“ verliehen werden, machen die rund 400 Mitglieder der ASSITEJ .

Gastgeberin des Abends war Vorstandsmitglied Julia Dina Heße, Leiterin des Jungen Theaters Münster. Im Anschluss an die Verleihung lud der Vorstand der ASSITEJ zu einem Em pfang auf der Bühne des GRIPS Theaters ein. Getanzt wurde zur Musik des HAC Quartetts.

Fotos und Laudationes unter http://www.assitej.de

„Augenblick mal!“ Das Kinder- und Jugendtheater auf Entdeckungsreise in Berlin

„Augenblick mal!“, das Festival des Theaters für junges Publikum wurde am 25. April eröffnet. Die Festivalgäste wurden  herzlich begrüßt von Gerd Taube und dem gesamten Festivalteam des Kinder- und Jugendtheaterzentrums, den Kurator*innen, vom Produktionsteam von „Ehrliche Arbeit“, von Kay Wuschek (Theater an der Parkaue), Philipp Harpain (GRIPS Theater) sowie von Caren Marks (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Wolfgang Schneider (Vorsitzender der ASSITEJ). Heute Abend werden im GRIPS Theater am Hansaplatz die ASSITEJ Preise verliehen. Wer nicht in Berlin sein kann, kann dennoch mithören, mitgucken, mitmachen, mitdenken und mitreden:

Zum Mithören Kuratorin Anke Meyer im Gespräch: https://www.kulturradio.de/av/programm/kultur_aktuell/2017/kultur_aktuell_0790.html

Zum Mitlesen: http://www.morgenpost.de/incoming/article210303007/Spielerisch-richtige-Antworten-finden.html

https://www.zitty.de/event/buehne-schauspiel/augenblick-mal-sorry-10041751/

Zum Mitgucken: Kuratorin Azadeh Sharifi im TV: http://mediathek.rbb-online.de/tv/zibb/Augenblick-mal/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822084&documentId=42314406

Zum Mitmachen: Wolfgang Schneider fragte in seinem Grußwort danach, auf welchem Weg das Kinder- und Jugendtheater in einer sich verändernden Theaterlandschaft ist und warb für die Teilnahme an der repräsentativen Befragung der ASSITEJ, die Grundlage für einen Bericht zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland sein wird. Denn es geht darum herauszufinden:

„Wer sind wir? Und wie viele? Wer fördert, wer macht mit, wer guckt zu? Was wird gespielt, in welchen Räumen, mit welchen Mitteln? Eine quantitativ angelegte empirische Studie soll der Selbstvergewisserung dienen. Sie wird durch Ihre Teilnahme qualifiziert, mit Beispielen aus der künstlerischen Praxis und durch die Analyse kulturpolitischer Rahmenbedingungen. Machen Sie mit, auf dem Weg zu den wahren Fakten, machen Sie Anregungen, was geht und was nicht.“

Wer noch keine Einladung zur Teilnahme erhalten hat, sollte sich rasch an kjtstudie@kjtz.de wenden.

Zum Mitdenken und Mitengagieren:

„Immer noch gibt es die Verteilungskämpfe, die Ungerechtigkeiten im System: Das Theater für junges Publikum, das mit dem geringsten Etat, mit den kleinsten Ensembles, die zudem die bescheidensten Buden bespielen müssen. Wenn sie überhaupt eine würdige Spielstätte ihr Eigen nennen dürfen. Jüngstes Beispiel: Das Theater o.N. in Berlin kriegt eine Kündigung. Wenn ihnen überhaupt eine würdige Förderung gewährt wird. Jüngstes Beispiel: Das Theater Pilkentafel in Flensburg. Was da abgeht, das geht ganz und gar nicht!

http://www.theater-on.com

http://flensburgtheater.de/pilkentafel/

Mehr über das Festival ist unter www.augenblickmal.de zu erfahren.