Jetzt beginnen die wilden Jahre

Scannen 2017-10-15 0003Pulk Fiktion feierte seinen zehnten Geburtstag und viele Freunde und Wegbegleiter kamen als Gratulanten am Freitag, 13. Oktober 2017, ins Freie Werkstatttheater in Köln. Das Foyer des neuen Heimathafens von Pulk Fiktion wirkte schon wie ein Wohnzimmer, in dem stolz Familienfotos und Theatertrophäen, wie die Urkunden des Festivals „Augenblick mal!“  präsentiert werden. Gerhard Seidel, einer der Theaterleiter*innen des FWT prophezeite in seiner Gratulationsrede, dass mit dem zehnten Geburtstag nun die wilden Jahre von Pulk Fiktion beginnen würden. Und mit der Premiere einer wild-performativen Adaption der Bildergeschichte von Max und Moritz konnten die Geburtstagsgäste schon einen Vorgeschmack davon bekommen.

Einen überaus sympathischen und bewegenden Geburtstagsgruß haben dann an diesem Abend noch die Theatereltern von Pulk Fiktion, Tina Jücker und Claus Overcamp vom Bonner Theater Marabu präsentiert, bei dem es auch viel zu Lachen gab.

Hier der Wortlaut, freundlicherweise von den beiden Gratulanten für KJTZ – Das Blog zur Verfügung gestellt: Weiterlesen

Advertisements

Francfort en francais – Frankreich ist Ehrengast der Buchmesse

Pavillion_France„Scène 20 – Neue französische Theaterstücke“ ist im Verlag Theater der Zeit erschienen. Diese Buchpremiere war am gestrigen Donnerstag, 12.10. einer der Programmpunkte auf der Frankfurter Buchmesse. Von 14.00 bis 16.00 Uhr gehörte die großen Bühne im Frankreich Pavillon der dramatischen Literatur aus Frankreich. Der Übersetzer Frank Weigand lud zum interaktiven Übersetzerspiel ein, das Bureau du Théâtre et de la Dance Berlin stellte „Scène 20“ vor, Schauspieler vom Theater Mainz lasen aus den deutschen Übersetzungen und Autorinnen und Autoren gaben Auskunft. Am Abend ging das Progamm mit „Dancing littéraire“ im Künstlerhaus Mousonturm weiter. Heute, Freitag Abend, werden sich dann alle Autorinnen und Autoren des „Scène“ Bandes in Mainz versammeln und an einem 4-stündigen Lesespaziergang durch die Altstadt teilnehmen.

Sandrine GratloupSandrine Grataloup, verantwortlich für die internationalen Beziehungen bei der Autorenagentur SACD in Paris, hatte das Programm mitgeplant. Sie beriet das Vorbereitungsteam für Frankreichs Ehrenauftritt in Frankfurt in Sachen dramatischer Literatur. „Mit der jährlichen Veröffentlichung von Scène gelingt es, gute französische Dramatik in Übersetzung den Theater in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Für die Dramatikerinnen und Dramatiker aus Frankreich bedeutet der Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse einen hohen Imagegewinn.“
Weiterlesen

Vorgestellt: Die Kurator*innen für Augenblick mal! 2019

von Annett Israel

Nun steht es fest! Fünf Theaterfachleute werden für die 15. Ausgabe von Augenblick mal! 2019, dem Festival des Theaters für junges Publikum, das vom 7. bis 12. Mai 2019 wieder in Berlin stattfinden wird, ihre Auswahl treffen. Sie haben den Auftrag, aus den eingereichten Vorschläge der Theater und eigenen Entdeckungen fünf Produktionen für Kinder und fünf Produktionen für Jugendliche auszuwählen und damit das nationale Gastspielprogramm zu gestalten. Weiterlesen

Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein) bestätigt: „Das Kinder- und Jugendtheater hat eine große Zukunft!“

In der neuen Ausgabe von IXYPSILONZETT. Das Magazin für Kinder- und Jugendtheater macht Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, deutlich, wie wichtig das Kinder- und Jugendtheater in der  Theaterlandschaft ist.

XYZ 2 2017 Titel_klein

Im Gespräch mit dem ASSITEJ-Vorsitzenden Wolfgang Schneider, beantwortet er die Frage nach der Rolle des Kinder- und Jugendtheaters folgendermaßen:

„Das Kinder- und Jugendtheater hat viele Verdienste und eine große Zukunft. Bei aller sinnhaften Differenzierung darf man aber auch die Gemeinsamkeiten nicht vergessen. Es geht um eine Zusammenarbeit und Ergänzung von allen Theatersparten und Bereichen. In der kommenden Spielzeit werden (etwa am Theater Oberhausen) Kinder-, Jugend-, Erwachsenenstücke ineinander übergehen und sich ergänzen. Die Bereiche haben jeweils eigene Stärken und können doch voneinander profitieren.
Ansonsten gilt für das Kinder- und Jugendtheater das, was für jedes Theater gilt: Es bedarf eines kulturpolitischen Rahmens, der dem Theater hilft, seine Arbeit gut zu machen. Wenn an den Schulen der Musik- und Kunstunterricht ausfällt, es keine Berührungspunkte zwischen der Bildungs-, Jugend- und Kulturpolitik in einer Stadt gibt, kann man nicht erwarten, dass das Theater zum Erfüllungsgehilfen vollmundiger Erwartungen wird. Ein Theater allein produziert nicht auf Knopfdruck Bildung und Teilhabe und rettet auch keine Stadtteile. In einem kohärenten System allerdings, in dem Kindergärten und Schulen, Jugend-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen mit Theatern, Orchestern, Musikschulen, Bibliotheken und Museen zusammen gedacht werden, kann jede Institution ihre eigene Stärke ausspielen.“

Das ganze Gespräch ist auf den Seiten 4 bis 7 in IXYPSILONZETT 2/2017 nachzulesen.

Der Dialog mit dem Bühnenverein geht bei der Veranstaltung zu „Partizipation als Prinzip“ Anfang November weiter. Die Rolle des Kinder- und Jugendtheaters befragt die ASSITEJ detailliert mit ihrer Studie „Zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland„, die am 21. Oktober 2017 in Nürnberg vorgestellt wird und ab 23. Oktober online nachzulesen ist.

Weitere Informationen zur Studie unter http://www.assitej.de und zum Magazin unter http://www.theaterderzeit.de/archiv/ixypsilonzett/2017/10/

Theater als kollektive Kunst – Partizipation als Prinzip

Gemeinsamer Fachtag zum Programm „Kultur macht stark“ von dem Bundesverband freie Darstellende Künste, dem Deutschen Bühnenverein und der ASSITEJ am 01./02.11.2017 im Künstlerhaus Mousonturm

Die Partizipation der Teilnehmenden ist ein zentrales Anliegen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Doch was bedeutet Partizipation für die Akteur*innen in den Bündnissen? Wo liegen Grenzen der Partizipation? Welche politischen Fragen spielen bei der Diskussion um Kulturelle Teilhabe und Benachteiligung eine Rolle? Und für wen macht sich das Theater stark? Drei Theaterverbände als Programmpartner diskutieren mit den Akteur*innen ihrer Bündnisse über die Erfahrungen aus viereinhalb Jahren „Kultur macht stark“. Welche Perspektiven entstehen für die weitere Arbeit in den Darstellenden Künsten innerhalb der zweiten Programmphase und über das Programm hinaus? Der Fachtag von ASSITEJ, Bundesverband Freie Darstellende Künste und Deutschem Bühnenverein beginnt mit einem Austausch der Akteur*innen der Bündnisse und mündet in das Frankfurter Autorenforum für Kinder- und Jugendtheater, um dort mit einem breiten Fachpublikum über die Möglichkeiten, die „Kultur macht stark“ für die Theaterlandschaft bietet, zu diskutieren.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

 

 

Völkerverständigung – Ein ehernes Ziel der Robert Bosch Stiftung

Henning Fangauf nahm an der Sitzung des Fachausschusses „International“ der BKJ am 27.9.2017 in Frankfurt am Main teil und berichtet.

Logo_Bosch-Stiftung

Robert Bosch, der geniale Ingenieur, hinterließ nicht nur eine Reihe von Erfindungen sondern auch ein Industrieimperium mit sagenhaften Umsätzen und Gewinnen. Robert Bosch selber war es, der mit seinem Vermögen auch „…Gesundheit, Erziehung, Bildung, Förderung Begabter, Völkerversöhnung und dergleichen…“ unterstützen wollte. Damit legte er die strategische Ausrichtung für die spätere, nach ihm benannte Stiftung. Die Robert Bosch Stiftung ist eine der größten unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und hat – laut Website- seit der Gründung 1969 1.4 Milliarden € für Projekte zur Verfügung gestellt. 800 Eigen- und Fremdprojekte werden von ca. 200 MitarbeiterInnen jährlich durchgeführt und betreut.
Weiterlesen

Geschichte im Rampenlicht

Inszenierungen historischer Quellen im Theater

Staatsschutz, Treuepflicht, Berufsverbot - szenische LesungTagung vom 19. bis zum 21. Oktober 2017 im Theater am Leibnizplatz, Bremen

Anmeldung bis zum 10. Oktober 2017
Flyer ; weitere Informationen: www.sprechende-akten.de

Was passiert auf der Bühne und mit den Zuschauenden, wenn historische Quellen aufgeführt und durch die Schauspielerinnen und Schauspieler „live geschrieben“ werden? Wie und warum wirken diese Vermittlungen der Quellen „authentisch“? Welche Rolle spielen Raum, Ort und Modus der Aufführung oder: Wie funktioniert das Medium „Geschichtstheater“ insgesamt? Im Mittelpunkt der Tagung stehen Performativität und Medialität von Geschichte im öffentlichen Raum. Sie werden hier vor allem am Beispiel von szenischen Lesungen thematisiert, um exemplarisch spezifische Formen der Remediation von Geschichte zu analysieren.

Anlass der Tagung ist das 10jährige Bestehen des Projekts „Aus den Akten auf die Bühne“, das Forschendes Lernen an der Universität mit der Produktion und Aufführung von szenischen Lesungen aus historischem Quellenmaterial durch die bremer shakespeare company verbindet. Die Tagung wird organisiert von Prof. Dr. Thorsten Logge (Universität Hamburg | Public History), Dr. Eva Schöck-Quinteros (Universität Bremen | Aus den Akten auf die Bühne) und Nils Steffen (Universität Heidelberg | Angewandte Geschichtswissenschaft – Public History).